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Cerviden

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild, Rehwild vor

Die zoologische Bezeichnung für die Familie der Hirsche. Zu ihr zählen in Mitteleuropa Rot-, Dam-, Sika- und Rehwild sowie der Elch. Gemeinsames Merkmal ist das Geweih, das jährlich abgeworfen und neu geschoben wird – anders als das bleibende Horn der Hornträger.

In der Praxis

Zu den in Mitteleuropa jagdlich bedeutsamen Cerviden gehören Rot-, Dam-, Sika-, Reh- und Elchwild; auch das Rentier gehört zu dieser Familie. Gams-, Stein- und Muffelwild sind dagegen Boviden, ebenso der Wisent; das Schwarzwild gehört zu den Schweinen.

Der Unterschied liegt im Kopfschmuck. Ein Geweih besteht vollständig aus Knochen, wächst jedes Jahr neu unter dem durchbluteten Bast, wird verfegt und später abgeworfen. Ein Horn ist ein knöcherner Zapfen mit dauerhafter Hornhülle darüber; es wächst weiter und bleibt am Stück.

Daraus folgt ein praktischer Unterschied für die Ansprache. Bei einigen Hornträgern, besonders bei Gams- und Steinwild, erlauben Wachstumsringe eine meist gute Altersschätzung. Beim Geweih dagegen lässt sich aus Stärke und Endenzahl kein verlässliches Alter ableiten. Auch der Träger ist festgelegt: bei den heimischen Cerviden grundsätzlich die männlichen Stücke, beim Rentier regelmäßig beide Geschlechter. Gams- und Steinwild tragen in beiden Geschlechtern Hörner.

Verwandte Begriffe

Rehwild Geweih

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