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Auerhahn
Der Auerhahn ist das männliche Stück des Auerwilds und das größte heimische Raufußhuhn. Ein alter Hahn erreicht über vier Kilogramm. Auffällig sind der Kehlbart, der breit gefächerte Stoß und der elfenbeinfarbene Schnabel; das weibliche Stück, die Henne, ist deutlich kleiner und unauffällig getarnt. Der Auerhahn bewohnt strukturreiche, lichte Altholzbestände mit Beerkrautschicht. Im Winter ernährt er sich fast ausschließlich von Nadeln. Berühmt ist die Balz im Frühjahr. Der Hahn balzt vom Balzbaum oder am Boden und trägt dabei eine feste Strophe vor: Sie beginnt mit dem Knappen, geht in den Triller über, gipfelt im Hauptschlag und endet mit dem Schleifen oder Wetzen. Während dieser letzten Sekunden ist der Hahn nachweislich stark eingeschränkt im Hören — daher der Ausdruck, er sei taub. Der Jäger nutzte dies früher beim Anspringen, um sich in Sprüngen zu nähern. Die Bestände sind stark zurückgegangen. In Deutschland ist das Auerwild praktisch überall ganzjährig geschont, in Österreich ist eine sehr eingeschränkte Bejagung möglich.
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