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Edelmarder

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild vor

Eine andere Bezeichnung für den Baummarder. Der Name verweist auf den wertvolleren Balg; der gelbkehlige Baummarder wird so vom weißkehligen Steinmarder unterschieden, der auch Hausmarder genannt wird.

In der Praxis

Edelmarder ist der jagdliche Name des Baummarders; er verweist auf den wertvolleren Balg. Vom Steinmarder trennt ihn keine einzelne Eigenschaft, sondern eine Merkmalskombination — und die lohnt sich vollständig zu lernen, weil jedes Merkmal für sich schwankt.

Typisch für den Baummarder sind ein dunkler Nasenspiegel, gleichmäßig warmbrauner Balg, ein meist gelblicher bis orangefarbener, unten eher runder Kehlfleck und im Winter stark behaarte Sohlen. Beim Steinmarder sind Nasenspiegel und Unterwolle heller, der Kehlfleck ist meist weiß und häufig gegabelt, die Ballen liegen weitgehend frei.

Der Lebensraum ist ein Hinweis, kein Beweis. Der Baummarder ist überwiegend waldgebunden, der Steinmarder ein Kulturfolger in Scheunen, auf Dachböden und in Motorräumen — doch auch Baummarder nutzen siedlungsnahe und zerschnittene Lebensräume. Es gibt weiße Kehlflecken beim Baummarder und gelbliche beim Steinmarder, und die Sohlenbehaarung schwankt nach Individuum und Jahreszeit. Die Ansprache stützt sich deshalb auf die Merkmalskombination aus Kehlfleck, Nasenspiegel, Unterwolle und Sohlenbehaarung; der Fundort ist nur ein zusätzlicher Hinweis.

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edel

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