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Ente
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Jagdhunde, Federwild, Jagdrecht vor
Wildenten zählen zum Federwild; jagdlich unterscheidet man Schwimm- oder Gründelenten und Tauchenten. Die Stockente, Stammform der Hausente, stellt in Deutschland und Österreich den weitaus größten Teil der Entenstrecke; Erkennungsmerkmale, Mauser und Lautäußerungen werden daher im Folgenden an dieser Art beschrieben. Das männliche Stück heißt jagdsprachlich Erpel, allgemein auch Enterich, das weibliche Ente, die Jungen sind Küken. Der Familienverband aus Ente und Jungen heißt Schof; der Ausdruck wird außerdem für eine kleinere gemeinsam ziehende Gruppe von Wildenten, regional auch Wildgänsen, gebraucht.
Im Prachtkleid trägt der Erpel den grün schillernden Kopf mit weißem Halsring, die Ente ist braun gesprenkelt getarnt. Nach der Balz legt der Erpel das unscheinbare Schlichtkleid an: Die Körpermauser beginnt meist Ende Mai; während der anschließenden Großgefiedermauser ist er im Frühsommer etwa drei bis fünf Wochen flugunfähig. Weibchen mausern die Schwingen gewöhnlich später, teils bis in den September.
Bei der Stockente äußert nur das Weibchen das typische laute Quaken; der charakteristische Ruf des Erpels ist ein leises, heiseres Rääb.
Eine verbreitete Jagdart ist der Ansitz beim Abendstrich, wenn Stockenten zwischen ihren Ruhe- und Nahrungsgewässern wechseln. Für die Wasserarbeit sowie zum Finden und Bringen beschossener Enten wird ein entsprechend ausgebildeter und nach dem jeweils geltenden Landesrecht brauchbarer Jagdhund eingesetzt. Jagd- und Schonzeiten richten sich nach der Entenart und dem örtlich geltenden Landesrecht.
In der Praxis
Seit dem 15. Februar 2023 ist es in Feuchtgebieten und innerhalb von hundert Metern um sie herum verboten, Schrotmunition mit mindestens einem Gewichtsprozent Blei zu verschießen. Die Regel gilt unmittelbar in Deutschland und Österreich; weitergehende nationale Verbote bleiben daneben zu beachten.
Das Mitführverbot ist enger gefasst, als oft angenommen wird. Verboten ist das Mitführen solchen Bleischrots in einem Feuchtgebiet oder in dessen 100-Meter-Zone, wenn es beim Feuchtgebietsschießen oder auf dem Weg dazu geschieht; wer es dort beim Schießen oder auf dem Weg zu irgendeinem Schießen mitführt, unterliegt der widerlegbaren Vermutung, dass dieses Schießen Feuchtgebietsschießen ist. Der Feuchtgebietsbegriff folgt der Ramsar-Definition und erfasst auch Moore und zeitweilig wasserführende Flächen.
Beim Abendstrich bleibt die Ansprache das zweite Problem. Art und, wo verlangt, Geschlecht müssen vor dem Schuss feststehen; Silhouette und vermutete Größe genügen nicht. Beim Stockerpel helfen dunkler Kopf und dunkle Brust gegen den hellgrauen Körper, im Schlichtkleid entfällt das. Akustisch quakt nur die Ente laut. Der Flügelspiegel trennt die Geschlechter nicht.
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