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Grandeln
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild vor
Grandeln sind rudimentäre Eckzähne im Oberkiefer, die regelmäßig bei Rot- und Sikawild vorkommen. Bei Dam- und Rehwild sind sie nur als äußerst seltene Abweichung beschrieben; sie werden traditionell als Trophäe und Jagdschmuck verwendet.
In der Praxis
Grandeln sind die rudimentären Eckzähne im Oberkiefer — Überbleibsel eines Gebisses, das die Vorfahren der heutigen Hirsche noch anders nutzten. Regelmäßig treten sie beim Rotwild und beim Sikawild auf.
Hier ist eine verbreitete Angabe zu berichtigen: Dam- und Rehwild besitzen normalerweise keine Grandeln. Beschrieben sind extrem seltene Abweichungen, mehr nicht — wer beim Rehbock nach Grandeln sucht, sucht in der Regel vergeblich.
Als Trophäe haben sie eine eigene Geschichte: Sie werden zu Jagdschmuck verarbeitet, und Form, Farbe und Größe entscheiden über den Wert. Für die Altersbestimmung taugen sie dagegen nur begrenzt. Veränderungen an den Grandeln geben Hinweise, sind aber kein verlässlicher Maßstab für sich allein; herangezogen werden dafür die Abnutzung des Unterkiefergebisses und, wo es genau sein muss, der Zahnschliff.
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