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Jägersprache mit G
55 Begriffe – von der Jagdpraxis bis zur Prüfungsvorbereitung.
Gabel
Die Verzweigung der Geweihstange in zwei Enden. Ein Rehbock mit zwei Enden je Stange wird Gabler genannt; beim Rothirsch spricht man vom Gabelgeweih, etwa beim Gabelzehner, wenn die Stange oben in einer Gabel statt einer Krone endet.
Gabelhuhn
Ein junges Rebhuhn, solange sein Stoß erst die äußeren Federn aufweist. An solchen Merkmalen spricht der Jäger im Herbst junge von alten Hühnern an — wichtig für die weidgerechte Auswahl bei der Hühnerjagd.
Galgen
Ein Bündel von Lederschlingen, auch Hühnergalgen genannt, in das erlegtes Federwild eingeschleift wird. Der Galgen erleichtert das Tragen der Strecke bei der Niederwildjagd, etwa von Rebhühnern und Fasanen.
Gallenblase
Eine Gallenblase besitzen unter den heimischen Schalenwildarten die Hornträger sowie das Schwarzwild. Die Hirschartigen, darunter Rot-, Reh-, Dam-, Sika- und Elchwild, haben keine Gallenblase. Bei Arten mit Gallenblase kann austretende Galle das Wildbret verunreinigen.
Gamswild
Das Gamswild ist die charakteristische Schalenwildart des Gebirges und gehört zu den Hornträgern. Das erwachsene männliche Stück heißt Gamsbock, das erwachsene weibliche Gamsgeiß; im ersten Lebensjahr heißen die Jungen Bock- beziehungsweise Geißkitze, im zweiten Jährlinge – beim weiblichen Stück regional auch Schmalgeiß. Die Stirnwaffen beider Geschlechter heißen Krucken, regional auch Krickel. Anders als ein Geweih werden sie nicht abgeworfen, sondern wachsen zeitlebens weiter. An den durch das jahreszeitlich unterschiedliche Wachstum entstehenden Ringen der Krucken lässt sich das Alter am erlegten Stück bestimmen. Gamswild ist hervorragend an steiles, felsdurchsetztes Gelände angepasst. Je nach Population, Schneelage, Witterung und Nahrungsangebot nutzt es Hochlagen, die Waldgrenze oder auch felsdurchsetzte Wälder. Die Sommerdecke ist kurz und fahlgelb bis gelbbraun, die Winterdecke dunkelbraun bis nahezu schwarz. Bei erwachsenen Böcken sind die langen Haare entlang der Rückenlinie im Winter stark ausgebildet; aus ihnen wird der Gamsbart gebunden. Die Brunft reicht gewöhnlich von Ende Oktober bis in den Dezember, mit Schwerpunkt im November. Die Böcke verfolgen die Geißen und verteidigen Brunftrudel gegen Nebenbuhler; Hetzjagden und eingeschränkte Nahrungsaufnahme beanspruchen ihre Energiereserven stark. Zwischen konkurrierenden Böcken kann es zu heftigen Kämpfen kommen. Bei Gefahr stößt Gamswild einen scharfen, weithin hörbaren Warnpfiff aus, der durch schnelles Ausstoßen von Luft durch die Nase entsteht.
Gans
Wildgänse sind Federwild und werden jagdlich vor allem als Grau-, Saat- und Blässgans angesprochen. Das männliche Stück heißt Ganter oder Ganserich, das weibliche Gans, die Jungen sind Gössel. Gänse sind Zugvögel und rasten in großen Trupps auf Feldern und Gewässern. Bejagt wird überwiegend auf dem Morgen- und Abendstrich sowie auf abgeernteten Feldern aus der Deckung, mit Lockbildern und Lockrufen. Die Jagdzeiten richten sich nach den Zugzeiten und sind je nach Bundesland unterschiedlich; wegen der zunehmenden Fraßschäden durch Standpopulationen wird die Bejagung mancherorts ausgeweitet.
Gatter
Ein Zaun, der land- und forstwirtschaftliche Kulturen vor Wildschäden schützt. Davon zu unterscheiden ist das Gehege, ein eingezäuntes Gebiet, in dem Wild gehalten wird.
Geäfter
Die nach hinten stehenden Klauen oberhalb der Schalen beim Schalenwild, auch Afterklauen genannt. Im Trittsiegel zeichnet sich das Geäfter meist nur bei flüchtigem Wild, auf weichem Boden oder bei starken Stücken ab — ein wichtiges Fährtenzeichen.
Gebäude
Die Körperform des Hundes. Bei Zuchtschauen und Formbewertungen wird das Gebäude des Jagdhundes beurteilt, etwa Rückenlinie, Winkelungen und Brusttiefe; ein korrektes Gebäude ist Voraussetzung für ausdauernde jagdliche Arbeit.
Gebiß
Die Zähne des Haarraubwildes und des Hundes. Beim Jagdhund ist das vollständige, korrekt schließende Gebiss ein Zucht- und Prüfungsmerkmal; beim Schalenwild dient das Gebiss, etwa der Zahnwechsel, der Altersansprache.
Gebräch
Der vom Schwarzwild beim Wühlen nach Fraß aufgebrochene Boden. Gebräch auf Wiesen und Feldern ist ein deutliches Pirschzeichen für Sauen im Revier und häufige Ursache von Wildschäden; der wühlende Rüssel selbst heißt Gebrech.
Gebrech
Der Rüssel des Schwarzwildes, mit dem die Sauen den Boden nach Fraß durchwühlen. Nicht zu verwechseln mit dem Gebräch: So heißt der vom Schwarzwild aufgewühlte Boden selbst.
Gefäß
Der Griff des Hirschfängers. Der Ausdruck stammt aus der Blankwaffenkunde und bezeichnet dort die gesamte Griffpartie der kalten Jagdwaffe samt Bügel und Parierelementen.
Gefege
Der abgefegte Bast des Gehörns oder Geweihs. Beim Fegen streift Reh- oder Hirschwild die abgestorbene Basthaut an Stämmen und Sträuchern ab; die dabei beschädigten Gehölze nennt man Fegestellen, sie zählen zu den Pirschzeichen.
geflügelt
Federwild, das von einem Schuss in die Schwingen getroffen wurde. Geflügeltes Wild kann nicht mehr fliegen, flüchtet aber oft laufend oder schwimmend weiter; für die zügige Verlorensuche ist ein brauchbarer Hund erforderlich.
Gegenfährte
Eine Fährte, bei der das Schalenwild auf seiner eigenen Fährte wieder zurückwechselt. Sie kann Jäger und Schweißhund täuschen, weil Hin- und Rückfährte übereinanderliegen; sorgfältiges Ansprechen der Trittsiegel schafft Klarheit.
gehakelt
Die Form der nach hinten gekrümmten oberen Enden der Gamskrucke. Die Ausprägung der Hakeln unterscheidet sich bei Bock und Geiß und dient mit als Merkmal beim Ansprechen des Gamswildes.
Geheck
Die geworfenen Jungen des Haarraubwildes beziehungsweise die ausgefallenen Jungen bei Wasservögeln. Man spricht etwa vom Geheck der Fähe oder der Ente; bei Hühnervögeln heißt der Familienverband dagegen Gesperre oder Kette.
Gehege
Ein eingegattertes Gebiet, in dem Wild gehalten wird, etwa ein Wildgehege oder Jagdgatter. Es ist vom Gatter zu unterscheiden, das als Zaun land- und forstwirtschaftliche Kulturen vor Wildschäden schützt.
Gehöre
Gehöre heißen die Ohren des Raubwildes und des Murmeltieres. Wiederkäuendes Schalenwild hat Lauscher, Schwarzwild Teller und Hasenartige Löffel; Behang bezeichnet beim Jagdhund genau genommen nur herabhängende Ohren.
Gehörn
Gehörn nennt die Jägersprache vor allem das Geweih des Rehbocks; in älteren Quellen wird auch der aus bleibenden Hörnern bestehende Kopfschmuck des Steinbocks so bezeichnet. Das Rehgehörn wird jährlich abgeworfen und neu geschoben, die Hörner des Steinbocks bleiben erhalten.
Geiß
Das weibliche Stück beim Reh-, Gams- und Steinwild. Beim Rehwild ist daneben, vor allem im norddeutschen Raum, die Bezeichnung Ricke üblich; die weibliche Gams heißt auch Gamsgeiß, das weibliche Steinwild Steingeiß.
Geläuf
Die Spuren allen Federwildes. Nur bei Auerhahn und Trappe spricht der Jäger auch von einer Fährte — eine Ausnahme, denn Fährten hinterlässt sonst allein das Schalenwild.
Geläut
Das Bellen mehrerer Hunde, die gemeinsam auf einer Fährte oder Spur jagen. Der Begriff stammt aus der Meutejagd mit Bracken; beim einzelnen Hund spricht man schlicht von Laut, etwa Fährtenlaut oder Sichtlaut.
Gelege
Sämtliche Eier einer Brut beziehungsweise das Nest samt den darin liegenden Eiern. Gelege von Bodenbrütern wie Rebhuhn, Fasan oder Kiebitz sind bei der Frühjahrsmahd besonders gefährdet; ihr Schutz zählt zur Hege.
Genusstauglichkeit
Die Feststellung, dass Wildbret als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden darf. Nach der Erlegung hat die kundige Person das Stück auf bedenkliche Merkmale zu untersuchen — etwa auffälliges Verhalten vor dem Schuss, Abmagerung, Geschwülste, Verfärbungen oder auffälligen Geruch. Sind keine bedenklichen Merkmale festzustellen, kann das Wildbret als genusstauglich gelten. Bei Schwarzwild, Dachs und anderen Allesfressern kommt die Trichinenuntersuchung zwingend hinzu. Werden bedenkliche Merkmale festgestellt, ist das Stück der amtlichen Fleischuntersuchung vorzustellen. Die Verantwortung liegt beim Erleger.
gerade
Ein Gehörn oder Geweih, dessen Stangen jeweils die gleiche Endenzahl aufweisen. Ein gerader Zehner trägt also fünf Enden je Stange; bei ungleicher Endenzahl spricht man von einem ungeraden Geweih.
Geräusch
Herz, Lunge, Leber und Nieren des Schalenwildes. Das Geräusch steht als sogenanntes kleines Jagdrecht traditionell dem zu, der das Stück aufbricht; es zählt zu den innereien und nicht zum Wildbret im engeren Sinn.
gerecht
Alles, was den Regeln des Weidwerks entspricht. Der Begriff steckt in Wörtern wie weidgerecht, fährtengerecht oder hirschgerecht; ein gerechter Jäger beherrscht sein Handwerk und übt es nach den überlieferten Regeln der Weidgerechtigkeit aus.
gering
Die Bezeichnung für schwach, klein oder jung. Ein geringer Hirsch ist ein schwaches, meist junges Stück; das Gegenteil heißt stark — beim Schwarzwild sagt der Jäger stattdessen grob.
Gesäuge
Die Zitzen allen Haarwildes und des Hundes. Ein deutlich ausgeprägtes Gesäuge kennzeichnet führende, säugende Muttertiere — ein wichtiges Ansprechmerkmal, denn führende Stücke sind vielerorts besonders geschont.
Gescheide
Die Eingeweide des Wildes, vor allem Magen und Gedärm. Das Gescheide wird beim Aufbrechen entnommen; ein beschädigtes Gescheide nach einem Weidwundschuss verrät sich am Anschuss durch übelriechenden Schweiß.
Geschirr
Die Sammelbezeichnung für Geschüh, Drahlen, Fesseln und Bellen des Beizvogels. Mit diesem Zubehör wird der Vogel in der Falknerei gehalten und getragen; das Geschirr gehört zum prüfungsrelevanten Grundwissen der Falknerausbildung.
Geschlechterverhältnis
Das zahlenmäßige Verhältnis männlicher zu weiblichen Stücken einer Wildart in einem bestimmten Gebiet. Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis von etwa 1:1 gilt beim Schalenwild vielerorts als Hegeziel und fließt in die Abschussplanung ein.
Geschleif
Ein ausgetretener Pfad vor der Einfahrt zum Dachsbau. Das Geschleif entsteht durch das ständige Ein- und Ausfahren des Dachses und zeigt dem Jäger an, dass der Bau befahren ist.
Geschlinge
Eine regionale bzw. ältere Bezeichnung für das Gescheide des Wildes, also Magen und Gedärm; in engerer Verwendung ist damit nur das Gedärm gemeint. Schlacht- und küchensprachlich kann Geschlinge dagegen andere Innereien, insbesondere Herz, Lunge, Leber und Schlundteile, bezeichnen.
geschlossen
Ein Fährtenzeichen: Die Schalen sind beim ruhigen Ziehen dicht zusammengedrückt. Geschlossene Trittsiegel deuten auf vertraut ziehendes Wild; gespreizte Schalen und sichtbares Geäfter sprechen dagegen für flüchtiges Wild oder weichen Boden.
Geschmeiß
Der Kot von Greifvögeln und Reihern. Die Jägersprache benennt den Kot artspezifisch: Schalenwild hinterlässt Losung, Federwild Gestüber und Greifvögel eben Geschmeiß — weiße Spritzer, die etwa Horst- und Ruhebäume verraten.
Geschoss
Der Teil der Munition, der beim Schuss durch den Lauf getrieben wird und ihn in Richtung Ziel verlässt. Von der vollständigen Patrone ist das Geschoss zu unterscheiden: Zu ihr gehören außerdem Hülse, Treibladung und Zündelement. Bei Schrotpatronen bilden die einzelnen Schrote die Geschossladung; ein Flintenlaufgeschoss ist dagegen ein einzelnes Geschoss. Nach dem Mantelaufbau unterscheidet man unter anderem Vollmantel- und Teilmantelgeschosse, nach dem beabsichtigten Zielverhalten Deformations- und Zerlegungsgeschosse; diese Einteilungen können sich überschneiden. „Bleifrei“ bezeichnet das Material, nicht die Wirkungsart. Vollmantelgeschosse deformieren gewöhnlich wenig und gelten für die reguläre Bejagung gesunden Schalenwildes in der Regel als ungeeignet. Welche Geschosse und Materialien verwendet werden dürfen, richtet sich nach dem am Jagdort geltenden Recht.
Geschröte
Die Hoden des Haarraubwildes und des Hundes. Beim Schalenwild heißen die Hoden dagegen Brunftkugeln, beim Hirsch auch Kurzwildbret — ein Beispiel für die artbezogene Genauigkeit der Jägersprache.
Gesellschaftsjagd
Eine Jagdform, die auf dem Zusammenwirken mehrerer Jäger und Jagdhelfer beruht. Dazu zählen etwa Treibjagd, Drückjagd und Riegeljagd. Ab wie vielen Beteiligten eine Gesellschaftsjagd vorliegt, ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt.
Gesperre
Die Gesamtheit der Jungen und Altvögel bei Waldhühnern und Fasanen. Das Gesperre entspricht dem Familienverband; beim Rebhuhn spricht man dagegen von der Kette, beim Haarraubwild vom Geheck.
Gestüber
Der Kot des zum Niederwild zählenden Federwildes, etwa der Hühnervögel. Er gehört zu den Pirschzeichen: Gestüber unter Schlafbäumen oder an Huderplätzen verrät die Einstände; bei Greifvögeln und Reihern heißt der Kot Geschmeiß.
Gewaff
Die Eckzähne des Keilers — oben die Haderer, unten die Hauer, auch Gewehre oder Wetzer genannt — sowie die Krallen der Greifvögel. Das Gewaff des Keilers ist zugleich seine Waffe und eine begehrte Trophäe.
Gewehre
Die Hauer, also die unteren Eckzähne des Keilers. Zusammen mit den oberen Haderern bilden sie das Gewaff; durch das ständige Wetzen aneinander bleiben die Gewehre messerscharf.
Geweih
Der Kopfschmuck aller Hirscharten, etwa von Rot-, Dam- und Sikahirsch. Es besteht aus Knochensubstanz, wird jährlich abgeworfen und neu geschoben; beim Rehbock spricht man vom Gehörn, beim Gamswild von der Krucke.
Gewölle
Bei Greif- und Beizvögeln durch den Schnabel herausgewürgte, unverdauliche Nahrungsreste in Ballenform, etwa Haare, Federn und Knochen. Auch Eulen bilden Gewölle; Gewöllefunde verraten Ruhe- und Schlafplätze der Vögel.
gezogen
Ein Gewehrlauf, der Felder und Züge besitzt — der Büchsenlauf. Die Züge versetzen das Geschoss in Drall und stabilisieren so seine Flugbahn; der glatte Lauf der Flinte hat dagegen keine Züge.
glatt
Ein Gewehrlauf ohne Züge — der Flintenlauf. Aus glatten Läufen werden Schrote und Flintenlaufgeschosse verschossen; der gezogene Büchsenlauf verleiht dem Geschoss dagegen mit Feldern und Zügen den stabilisierenden Drall.
Grandeln
Grandeln sind rudimentäre Eckzähne im Oberkiefer, die regelmäßig bei Rot- und Sikawild vorkommen. Bei Dam- und Rehwild sind sie nur als äußerst seltene Abweichung beschrieben; sie werden traditionell als Trophäe und Jagdschmuck verwendet.
greifen
Das Fassen von Wild durch den Hund beziehungsweise das Greifen und Halten der Beute bei Beizhabicht, Beizsperber und Beizadler. Der Beizvogel bindet die Beute dabei mit seinen Fängen und hält sie fest.
Grenzneid
Die Haltung eines Jagdpächters oder Jagdausübungsberechtigten, der mit Vorliebe an der Reviergrenze jagt, weil er dem Nachbarn das Wild nicht gönnt. Grenzneid gilt als unweidmännisch und belastet das Miteinander benachbarter Reviere.
Grimbart
Grimbart ist der neuhochdeutsche Fabelname des Dachses aus der Reineke-Fuchs-Tradition. In Goethes Versepos „Reineke Fuchs“ (1794) ist Grimbart ein Neffe des Fuchses: Er verteidigt ihn vor dem König, begleitet ihn später zum Königshof und nimmt ihm unterwegs die Beichte ab. In älteren fremdsprachigen Fassungen heißt der Dachs Grimbert im altfranzösischen „Roman de Renart“ und Grymbart in William Caxtons mittelenglischer Bearbeitung. Über die Tierdichtung hinaus wird Grimbart als Beiname des Dachses verwendet; auch jagdsprachliche Glossare führen ihn. Eine geschlechts- oder körperbezogene Fachbezeichnung ist er dagegen nicht: Als solche gelten – je nach Quelle und Region – Dachsbär oder Rüde für das männliche und Dächsin oder Fähe für das weibliche Stück; die behaarte Haut heißt Schwarte. Weitere überlieferte Tiernamen sind Reineke für den Fuchs, Meister Lampe für den Hasen, Isegrim für den Wolf und Meister Petz für den Bären.
grob
Der Ausdruck für stark, ausschließlich beim Schwarzwild gebraucht. Ein grober Keiler ist ein starker, meist älterer Keiler; bei anderem Schalenwild sagt der Jäger stark, das Gegenteil heißt gering.
gründeln
Das Suchen der Enten nach Nahrung unterhalb der Wasseroberfläche. Gründelenten wie die Stockente kippen dabei kopfüber ab, ohne ganz abzutauchen; Tauchenten wie die Reiherente holen ihre Nahrung dagegen tauchend vom Grund.
Jagdsignale hören und lernen – die App
Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.
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