Start › Jagdlexikon › G › gezogen
gezogen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen vor
Ein Gewehrlauf, der Felder und Züge besitzt — der Büchsenlauf. Die Züge versetzen das Geschoss in Drall und stabilisieren so seine Flugbahn; der glatte Lauf der Flinte hat dagegen keine Züge.
In der Praxis
Ein gezogener Lauf trägt im Inneren Felder und Züge: Die Felder sind die erhabenen, die Züge die vertieften Teile. Sie greifen ins Geschoss und versetzen es in Drehung — das ist der Büchsenlauf. Der Flintenlauf ist glatt.
Die Dralllänge gibt an, auf welcher Laufstrecke das Geschoss eine volle Umdrehung macht; je kürzer sie ist, desto schneller rotiert es. Stabilisiert wird dadurch gyroskopisch: Der Drehimpuls erschwert dem länglichen Geschoss das Kippen und Taumeln.
Ein Flintenlaufgeschoss macht den glatten Lauf nicht zum gezogenen; es ist nur ein einzelnes, großkalibriges Geschoss für ihn. In Deutschland verbietet § 19 Absatz 1 Nummer 1 des Bundesjagdgesetzes Schrot und Posten auf Schalenwild — ein einzelnes Flintenlaufgeschoss fällt nicht unter diese Aufzählung. Weitergehendes Landesrecht und die jagdliche Eignung der Munition bleiben zu prüfen. Salzburg führt Flintenlaufgeschosse ausdrücklich als zulässige Munition für Schalenwild an.
Verwandte Begriffe
Weiter im Register: alle Begriffe mit G · Jagdlexikon von A bis Z
Jagdsignale hören und lernen – die App
Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.
Ein Angebot der NCN-NetConsulting GmbH · Facebook · Datenschutz
