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Flinte
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen vor
Ein Gewehr mit glatten, also ungezogenen Läufen, aus dem Schrote oder Flintenlaufgeschosse verschossen werden. Sie ist die klassische Waffe der Niederwild- und Flugwildjagd; die Büchse mit gezogenem Lauf verschießt dagegen Kugeln auf größere Entfernung.
In der Praxis
Die Flinte ist die Waffe des bewegten Ziels. Weil die Schrotgarbe mit der Entfernung auffächert, entscheidet weniger das genaue Zielen als das mitschwingende Führen und das Vorhalten — der Schuss geht dorthin, wo der Vogel sein wird, nicht wohin er war. Der Blick bleibt dabei auf dem Ziel; Schiene und Korn dienen nur der Ausrichtung am Rand der Wahrnehmung. Deshalb muss der Schaft passen und das Auge bei jedem Anschlag gleich über der Schiene stehen — sonst trifft die Flinte daneben, obwohl der Schütze richtig zeigt.
Die brauchbare Schussentfernung ist begrenzt. Auf große Entfernung wird die Garbe so weit, dass einzelne Schrote das Wild treffen können, ohne sicher zu töten; das Abschätzen der Entfernung gehört deshalb zur Flintenjagd wie das Ansprechen zur Büchsenjagd. Wo Flintenlaufgeschosse zulässig sind, lässt sich mit der Flinte auch Schalenwild bejagen. Die jagdlich brauchbare Entfernung bleibt dabei gegenüber der Büchse gering — der Gefahrenbereich des Geschosses ist es nicht: Er reicht weit und verlangt einen sicheren Kugelfang. Ob und worauf das erlaubt ist, richtet sich nach dem am Jagdort geltenden Recht.
Für die Prüfung genügt der Merksatz nicht, die Flinte sei die Waffe des Niederwilds. Gefragt wird nach dem Zusammenhang von glattem Lauf, Schrotgarbe, Streuung und Choke.
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