Start › Jagdlexikon › B › Büchse
Büchse
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen vor
Ein Gewehr mit gezogenem Lauf – die Züge versetzen das Geschoss in Drall und machen es dadurch auf weite Entfernung treffsicher. Das Gegenstück ist die Flinte mit glattem Lauf, aus der Schrot verschossen wird.
In der Praxis
Die Büchse ist die Waffe des einzelnen, genau angetragenen Schusses. Sie verlangt Zeit und Verhältnisse, die zum Ansprechen und zum Prüfen des Kugelfangs reichen — nicht zwingend ein stehendes Stück, denn auf der Drückjagd wird auch auf sicher angesprochenes flüchtiges Wild geschossen. Der Kugelfang wiegt bei der Büchse besonders schwer, weil das Geschoss weit über die Schussentfernung hinaus trägt.
Vor der Saison wird kontrolliert und, wo nötig, nachgestellt — mit der Munition, die später geführt wird: Geschossgewicht und Laborierung ändern die Treffpunktlage. Verbreitet ist die Kontrolle auf hundert Meter; auf welche Entfernung die Waffe den Fleck tragen soll, hängt von Kaliber, Ladung und Einsatzzweck ab. Wer die Optik wechselt oder die Waffe hart anstößt, schießt nach — eine verstellte Montage verrät sich sonst erst am Wild.
Welche Kaliber und Mindestenergien zulässig sind, richtet sich nach dem am Jagdort geltenden Recht. In Deutschland verlangt das Bundesjagdgesetz für Rehwild mindestens 1.000 Joule Auftreffenergie auf hundert Metern, für das übrige Schalenwild mindestens 2.000 Joule und ein Kaliber von wenigstens 6,5 Millimetern; die Länder können abweichen. In Österreich regelt es das jeweilige Landesrecht. Kombinierte Waffen wie die Bockbüchsflinte oder der klassische Drilling führen Büchsen- und Flintenlauf in einer Waffe.
Verwandte Begriffe
Weiter im Register: alle Begriffe mit B · Jagdlexikon von A bis Z
Jagdsignale hören und lernen – die App
Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.
Ein Angebot der NCN-NetConsulting GmbH · Facebook · Datenschutz
