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Drall

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen vor

Die Drehung der Züge im Lauf einer Kugelwaffe. Der Drall versetzt das Geschoss in Rotation und stabilisiert es dadurch im Flug; die Dralllänge gibt an, auf welcher Laufstrecke sich die Züge einmal vollständig drehen.

In der Praxis

Die Dralllänge gibt an, auf welcher Laufstrecke sich die Züge einmal vollständig drehen. Angegeben wird sie metrisch oder in Zoll: 1:11 heißt eine Umdrehung auf elf Zoll, also rund 279 Millimeter. Je kürzer diese Strecke, desto schneller rotiert das Geschoss bei gleicher Geschwindigkeit, und desto längere Geschosse lassen sich unter sonst gleichen Bedingungen stabilisieren.

Maßgeblich ist dabei die Geschosslänge, nicht das Gewicht für sich; beide hängen nur beim gleichen Material zusammen. Genau darin liegt der praktische Punkt: Bleifreie Geschosse bauen bei gleichem Gewicht meist länger als bleihaltige. Ein Lauf, der bleihaltige Geschosse sauber trägt, kann mit dem bleifreien Gegenstück derselben Gewichtsklasse unruhig werden.

Ein Hinweis darauf können unrund gezeichnete Einschüsse oder eine unerwartet weite Streuung sein — ein Beweis sind sie nicht. Zuerst auszuschließen sind die häufigeren Ursachen: lose Montage, verschmutzter Lauf, schlechte Auflage, der Schütze selbst. Wer die Munition wechselt, schießt deshalb neu ein und sieht sich das ganze Trefferbild an, statt nur die Treffpunktlage zu korrigieren.

Verwandte Begriffe

Geschoss Kugellauf gezogen Büchse glatt Feld

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