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Gamswild

Das Gamswild ist die charakteristische Schalenwildart des Gebirges und gehört zu den Hornträgern. Das männliche Stück heißt Gamsbock, das weibliche Gamsgeiß, die Jungen sind Kitze. Der Kopfschmuck sind die Krucken — im Unterschied zu Geweih und Gehörn werden sie nicht abgeworfen, sondern wachsen lebenslang weiter. An ihren Jahresringen lässt sich das Alter recht sicher ansprechen. Gamswild ist hervorragend an steiles Gelände angepasst und wechselt jahreszeitlich zwischen Hochlagen und Waldgrenze. Im Sommer trägt es das kurze, gelbbraune Sommerhaar, im Winter das fast schwarze Winterhaar mit dem namensgebenden Gamsbart am Rückgrat des Bocks. Die Brunft fällt auf November und Dezember. In dieser Zeit treiben die Böcke die Geißen unter erheblichem Kräfteverlust; Kämpfe können in dem steilen Gelände tödlich enden. Bei Beunruhigung stößt Gamswild einen scharfen, hohen Pfiff aus, der weit trägt und dem ganzen Rudel als Warnung dient — ein Laut, der für das Gebirge so kennzeichnend ist wie das Röhren für die Rotwildbrunft.

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Verwandte Begriffe

Krucken Geweih Schalenwild ansprechen schärfen zeichnen

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