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Grimbart
Grimbart ist der neuhochdeutsche Fabelname des Dachses aus der Reineke-Fuchs-Tradition. In Goethes Versepos „Reineke Fuchs“ (1794) ist Grimbart ein Neffe des Fuchses: Er verteidigt ihn vor dem König, begleitet ihn später zum Königshof und nimmt ihm unterwegs die Beichte ab. In älteren fremdsprachigen Fassungen heißt der Dachs Grimbert im altfranzösischen „Roman de Renart“ und Grymbart in William Caxtons mittelenglischer Bearbeitung.
Über die Tierdichtung hinaus wird Grimbart als Beiname des Dachses verwendet; auch jagdsprachliche Glossare führen ihn. Eine geschlechts- oder körperbezogene Fachbezeichnung ist er dagegen nicht: Als solche gelten – je nach Quelle und Region – Dachsbär oder Rüde für das männliche und Dächsin oder Fähe für das weibliche Stück; die behaarte Haut heißt Schwarte. Weitere überlieferte Tiernamen sind Reineke für den Fuchs, Meister Lampe für den Hasen, Isegrim für den Wolf und Meister Petz für den Bären.
Ausführlich beim Dachs
Der ausführliche Eintrag steht unter Dachs — Lebensweise, Merkmale und die jagdlichen Fachbegriffe. Dort ist auch die Stimme hinterlegt.
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