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Dachs
Der Dachs ist das größte heimische Marderartige und mit bis zu 20 Kilogramm ein kräftiges, gedrungenes Haarraubwild. Kennzeichnend ist die schwarzweiß gezeichnete Kopfzeichnung. In der Jägersprache spricht man beim männlichen Stück vom Rüden, beim weiblichen von der Fähe; das Fell heißt Balg, die Grabkrallen an den Vorderläufen sind die Atzklauen. Der Dachs legt weitverzweigte Baue an, die über Generationen genutzt und ständig erweitert werden. Solche Burgen können Dutzende Röhren und mehrere Kessel umfassen; nicht selten teilt sich der Fuchs die Anlage mit ihm. Der Dachs hält keinen echten Winterschlaf, sondern eine Winterruhe, aus der er bei milder Witterung erwacht. Er ist überwiegend nachtaktiv und ein Allesfresser: Regenwürmer, Insekten, Mäuse, Fallobst und Mais. Zu hören ist er selten — bei Störung am Bau faucht und knurrt er, bei der Ranz im Sommer sind auch bellende Laute zu vernehmen. Bejagt wird der Dachs auf dem Ansitz und bei der Baujagd. Wichtig: Dachsfleisch ist wie Schwarzwild trichinenuntersuchungspflichtig.
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