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Fuchs
Der Rotfuchs ist das häufigste Haarraubwild Mitteleuropas und in nahezu jedem Revier vertreten. In der Jägersprache heißt das männliche Stück Rüde, das weibliche Fähe, die Jungen sind Welpen. Der buschige Schwanz ist die Lunte, ihre helle Spitze die Blume; das Fell heißt Balg. Der Fuchs bewohnt einen Bau, den er oft vom Dachs übernimmt oder mit ihm teilt. Die Ranzzeit fällt auf Januar und Februar. In dieser Zeit ist der sonst heimliche Fuchs auch tagsüber unterwegs und lautstark zu vernehmen: Der Ranzlaut ist ein rauhes, dreisilbiges Bellen, das die Fähe mit einem kreischenden Keckern beantwortet. Nach rund 52 Tagen Tragzeit werden vier bis sechs Welpen im Bau geboren. Jagdlich wird der Fuchs auf dem Ansitz an der Kirrung, bei der Lockjagd mit dem Hasenklageruf und bei der Baujagd mit Erdhunden bejagt. Er unterliegt in Deutschland und Österreich dem Jagdrecht; die Schonzeiten sind je nach Bundesland unterschiedlich geregelt, die Elternschonzeit ist überall zu beachten. Als Überträger von Fuchsbandwurm und früher der Tollwut hat er auch seuchenhygienische Bedeutung.
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