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Fuchs
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild, Jagdhunde, Jagdrecht vor
Der Rotfuchs gilt als häufigste Haarraubwildart Mitteleuropas und besiedelt unterschiedlichste Lebensräume bis hinein in Städte. In der Jägersprache heißt das männliche Stück Rüde, das weibliche Fähe, die Jungen sind Welpen. Der buschige Schwanz heißt Lunte; seine meist weiße Spitze wird Blume genannt, das Fell heißt Balg. Vor allem während der Ranz und zur Jungenaufzucht nutzt der Fuchs Erdbaue, darunter selbst gegrabene sowie übernommene oder gemeinsam mit Dachsen bewohnte Dachsbaue.
Die Ranzzeit fällt auf Januar und Februar. Dann sind Füchse vermehrt auch tagsüber unterwegs, und es sind vor allem heiseres, mehrsilbiges Bellen sowie langgezogene Schreie zu hören; beide Geschlechter äußern diese Laute, die langgezogenen Rufe besonders häufig die Fähen. Bei nahen, erregten oder aggressiven Begegnungen keckern Füchse. Nach rund 52 Tagen Tragzeit werden gewöhnlich vier bis sechs Welpen im Bau geboren.
Jagdlich wird der Fuchs unter anderem beim Ansitz am Luderplatz, bei der Lockjagd mit Hasenklage oder Mäusepfeifchen sowie bei der Baujagd mit geeigneten Erdhunden bejagt. In Deutschland unterliegt er dem Jagdrecht; Jagd- und Schonzeiten sowie mögliche landesrechtliche Ausnahmen vom Schutz der für die Aufzucht notwendigen Elterntiere sind nach dem jeweiligen Landesrecht zu prüfen. In Österreich regeln die Jagdgesetze und Verordnungen der Bundesländer Wildstatus, Jagd- und Schonzeiten.
Als Hauptendwirt des Kleinen Fuchsbandwurms hat der Rotfuchs seuchenhygienische Bedeutung. Außerdem war er der wichtigste Überträger der klassischen terrestrischen Tollwut, von der Deutschland und Österreich seit 2008 offiziell frei sind; wegen möglicher Einschleppungen wird die Krankheit weiterhin überwacht.
In der Praxis
Der Rotfuchs ist die häufigste Haarraubwildart Mitteleuropas und besiedelt fast jeden Lebensraum, vom Hochgebirge bis in die Innenstadt. Die Ranz, beim Fuchs auch Rollzeit genannt, liegt überwiegend zwischen Dezember und Februar mit einem Schwerpunkt im Januar; Witterung und Region verschieben sie. Nach rund 52 Tagen Tragzeit fallen die meisten Würfe in den März oder April. Eine Eiruhe hat der Fuchs nicht.
Beim Umgang mit erlegten Füchsen ist der Fuchsbandwurm zu beachten: Einweghandschuhe, Mund-Nasen-Schutz, staubarmes Arbeiten und ein dicht geschlossener Sack für den Tierkörper. Den Balg anzufeuchten hilft gegen Staub, ersetzt die Schutzausrüstung aber nicht.
Zur Tollwut kursiert eine zu einfache Auskunft. Deutschland und Österreich sind seit 2008 amtlich frei von terrestrischer Tollwut; Fledermaus-Lyssaviren und seltene eingeschleppte Fälle bleiben davon unberührt. Tollwutfrei im Wortsinn sind beide Länder damit nicht. Jagd- und Schonzeiten des Fuchses sind Landesrecht und unterscheiden sich erheblich; zum Schutz der führenden Elterntiere siehe das Stichwort Welpen.
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