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Erdhunde
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Jagdhunde vor
Die Sammelbezeichnung für alle Hunde, die zur Jagd am Bau eingesetzt werden, vor allem Teckel und Jagdterrier. Der Erdhund fährt in den Fuchs- oder Dachsbau ein und sprengt das Raubwild, bringt es also zum Verlassen des Baues.
In der Praxis
Am Bau arbeiten Hunde, die dorthin passen: Teckel und Jagdterrier vor allem, daneben Fox-, Parson-Russell-, Border- und Welsh Terrier. Der Erdhund fährt in den Fuchs- oder Dachsbau ein. Den Fuchs soll er durch bedrängendes Vorliegen zum Verlassen des Baues bringen, ihn also sprengen. Der Dachs springt meist nicht; ihm liegt der Hund unter Vorliegelaut vor und bindet ihn, bis gegraben werden kann.
Die Ausbildung dazu ist der heikelste Punkt des ganzen Hundewesens. In Deutschland verbietet das Tierschutzgesetz, einen Hund an einem anderen lebenden Tier auf Schärfe abzurichten oder zu prüfen. Ob eine vollständig kontaktlos gesicherte Schliefenarbeit darunter fällt, hängt von ihrer Ausgestaltung und der rechtlichen Beurteilung ab — aus einem Einzelurteil folgt keine allgemeine Erlaubnis.
In Österreich ist die Jagdausübung selbst vom Tierschutzgesetz ausgenommen, die Haltung und Ausbildung von Jagdhunden dagegen nicht; dort ist das Hetzen und Schärfen an einem anderen Tier untersagt. Eine allgemeine Zulässigkeit der Arbeit mit lebenden Schliefenfüchsen lässt sich deshalb für keines der beiden Länder behaupten.
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