Jagdsignale

Start › Jagdlexikon › O

Jägersprache mit O

14 Begriffe – von der Jagdpraxis bis zur Prüfungsvorbereitung.

Oberballen

Eine andere Bezeichnung für die Afterklaue des Schalenwildes, auch Geäfter genannt. Die Afterklauen sitzen oberhalb der Schalen und drücken sich vor allem bei tiefem Boden oder schneller Flucht in der Fährte ab.

Obermast

Sammelbezeichnung für Baumfrüchte, insbesondere Eicheln, Bucheckern, Kastanien und Wildobst, die dem Rot-, Dam- und Rehwild als Äsung und dem Schwarzwild als Fraß dienen. In guten Mastjahren beeinflusst sie Kondition und Zuwachs des Wildes erheblich.

Oberrücken

Ältere Bezeichnung für die Afterklauen des Rotwildes und für deren Abdruck als traditionelles hirschgerechtes Fährtenzeichen. Beim übrigen Schalenwild ist vor allem Afterklaue, beim Schwarzwild Geäfter gebräuchlich.

Oberstoß

Das obere Schwanzdeckgefieder bei Federwild, das einen Stoß besitzt. Der Stoß selbst bezeichnet die Schwanzfedern; beim Ansprechen und bei Trophäen, etwa den Spielfedern des Birkhahns, spielt das Stoßgefieder eine wichtige Rolle.

Oberwurf

Der Oberkiefer des Schwarzwildes, Teil des Wurfs, wie die Schnauzenpartie der Sau heißt. Im Oberkiefer sitzen beim Keiler die Haderer, im Unterkiefer die Gewehre; zusammen bilden sie das Gewaff.

Objektiv

Die dem beobachteten Objekt zugewandte Linse einer Optik. Ihr Durchmesser bestimmt maßgeblich die Lichtstärke von Fernglas und Zielfernrohr — bei einem 8x56 steht die 56 für den Objektivdurchmesser in Millimetern. Das augenseitige Gegenstück ist das Okular.

Objektivdurchmesser

Der Objektivdurchmesser ist der in Millimetern angegebene wirksame Durchmesser des dem Ziel zugewandten Objektivs einer Fernoptik. In der Bezeichnung 8×56 steht dafür die Zahl 56; er ist vom Mittelrohr- und äußeren Gehäusedurchmesser zu unterscheiden.

Oculi

Die Bezeichnung für den vierten Sonntag vor Ostern. Nach der alten Jägerregel sollen um diesen Tag die Schnepfen kommen, also der Frühjahrszug der Waldschnepfen beginnen. Der Spruch gehört zur überlieferten Schnepfenjagd, die im Frühjahr heute vielerorts ruht.

Ohr

Das Hörorgan des Flugwildes. Auch hier unterscheidet die Jägersprache: Das meiste Schalenwild hat Lauscher, das Schwarzwild Teller, der Hase Löffel und der Jagdhund Behang — beim Federwild bleibt es schlicht beim Ohr.

Ohrpinsel

Das Haarbüschel an den Ohrspitzen des Luchses. Die markanten Pinsel sind neben Backenbart und kurzem Schwanz ein sicheres Erkennungsmerkmal des Luchses; das Haarbüschel selbst wird auch schlicht Pinsel genannt.

Okular

Das augenseitige Linsensystem einer Optik. Durch das Okular blickt der Beobachter oder Schütze; sein Gegenstück auf der dem Ziel zugewandten Seite ist das Objektiv. Bei Zielfernrohren sitzt am Okular meist der Dioptrienausgleich.

orgeln

Die Lautäußerung des Rothirsches während der Brunft, auch Röhren genannt. Das tiefe Orgeln des Brunfthirsches dient dem Imponieren gegenüber Rivalen; erfahrene Jäger sprechen den Hirsch dabei nach Stimme und Verhalten an.

Otter

Jagdsprachliche Bezeichnung für den Fischotter; sein Weibchen heißt Otterin. Sumpfotter ist eine veraltete Bezeichnung für den Europäischen Nerz, der zu den Marderartigen gehört und keine Otterart ist.

Otterin

Der weibliche Fischotter. Anders als bei vielen Wildarten mit eigenen Bezeichnungen wie Fähe oder Ricke wird das Weibchen hier schlicht mit der weiblichen Endung benannt; der Fischotter ist heute vielerorts ganzjährig geschont.

Jagdsignale hören und lernen – die App

Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.

Laden im App Store Jetzt bei Google Play

Ein Angebot der NCN-NetConsulting GmbH · Facebook · Datenschutz