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Objektivdurchmesser
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Jagdoptik vor
Der Objektivdurchmesser ist der in Millimetern angegebene wirksame Durchmesser des dem Ziel zugewandten Objektivs einer Fernoptik. In der Bezeichnung 8×56 steht dafür die Zahl 56; er ist vom Mittelrohr- und äußeren Gehäusedurchmesser zu unterscheiden.
In der Praxis
Eine größere Öffnung lässt mehr Licht in das Glas. Die Fläche wächst mit dem Quadrat des Durchmessers, das wahrgenommene Bild wird aber nicht im selben Verhältnis heller. Welche Austrittspupille und Dämmerungszahl sich daraus zusammen mit der Vergrößerung ergeben, erläutern die gleichnamigen Einträge; die tatsächliche Leistung bei schwachem Licht hängt außerdem von der gesamten optischen Konstruktion und vom Auge ab.
Große Objektive vergrößern regelmäßig Gehäuse und Gewicht; bei Zielfernrohren können sie eine höhere Montage erfordern, damit zwischen Objektivgehäuse und Lauf genügend Abstand bleibt. Bei Tag und bewegungsreicher Jagd kann ein kleineres, leichteres Objektiv günstiger sein; für lichtarme Beobachtung kann eine größere Öffnung bei ansonsten vergleichbaren Geräten Vorteile bieten.
Technische Daten meinen den wirksamen Objektivdurchmesser; Gehäuse- und Mittelrohrdurchmesser sind eigenständige Maße. Eine Austrittspupille oberhalb des Pupillendurchmessers erhöht die vom Auge genutzte Bildhelligkeit nicht weiter, kann aber die Einblicktoleranz vergrößern; Einzelheiten stehen unter Austrittspupille.
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