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Austrittspupille

Der Durchmesser des Lichtbündels, das das Okular eines Fernglases oder Zielfernrohrs verlässt: Objektivdurchmesser geteilt durch Vergrößerung. Für die Dämmerung sind rund sieben Millimeter ideal, da die dunkeladaptierte Pupille des menschlichen Auges kaum mehr aufnehmen kann.

In der Praxis

Die Rechnung geht schnell: Objektivdurchmesser geteilt durch Vergrößerung. Ein 8x56 liefert 7 mm, ein 8x42 kommt auf 5,25 mm, ein 10x42 auf 4,2 mm. Wie viel davon tatsächlich ankommt, hängt vom eigenen Auge ab — eine junge, dunkeladaptierte Pupille öffnet sich auf etwa 7 mm, im mittleren und höheren Alter eher auf 5 bis 6 mm.

Für den Ansitz in der Dämmerung ist das der Grund, warum klassische Abendgläser mit 56 mm Objektiv gebaut werden: Solange das Auge weit geöffnet ist, wird das gesamte Lichtbündel genutzt. Am hellen Tag verengt sich die Pupille auf zwei bis drei Millimeter, dann sieht ein leichtes 8x32 nicht schlechter aus — bei Bergjagd oder langen Pirschen zählt dort eher das Gewicht.

Ein großer Wert bringt zusätzlich Toleranz in der Kopfhaltung; auf der Drückjagd findet man das Bild im Zielfernrohr bei kleiner Vergrößerung schneller. Rechengrößen wie Dämmerungszahl oder Lichtstärke leiten sich aus denselben Werten ab, sagen aber nichts über Transmission und Vergütung — zwei Gläser mit gleichem Wert können sich im letzten Büchsenlicht deutlich unterscheiden.

Verwandte Begriffe

Vergrößerung Objektivdurchmesser aufnehmen Okular Lichtstärke

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