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Lichtstärke
Eine Kennzahl von Ferngläsern und Zieloptiken: das Quadrat des Durchmessers der Austrittspupille. Entgegen der Werbung sagt der Wert allein wenig über die tatsächliche Sehleistung in Dämmerung oder Nacht aus; Glasqualität und Vergütung sind mindestens ebenso wichtig.
In der Praxis
Nachrechnen hilft beim Einordnen: Ein 8x56 hat 7 mm Austrittspupille und damit den Wert 49, ein 8x42 kommt auf 5,25 mm und rund 28, ein 10x42 auf 4,2 mm und knapp 18. Die Kennzahl enthält also keine Information, die nicht schon in Objektivdurchmesser und Vergrößerung steckt.
Dazu kommt eine zweite Einschränkung: Nutzbar ist nur so viel Lichtbündel, wie die eigene Pupille aufnimmt. Öffnet sich das Auge in der Dämmerung auf 5 bis 6 mm, bleibt vom rechnerischen Vorsprung eines 56er-Objektivs gegenüber einem 42er weniger übrig, als 49 gegen 28 nahelegt — dagegen steht das höhere Gewicht auf dem Ansitz oder am Berg.
Was am Abend tatsächlich zählt, sind Transmission, Vergütung, Streulichtkontrolle und ein sauberer Bildaufbau. Voll vergütete Gläser guter Bauart geben einen erkennbar höheren Anteil des einfallenden Lichts weiter als einfache Konstruktionen; zwei Ferngläser mit gleichem Rechenwert können sich im letzten Büchsenlicht daher klar unterscheiden. Verwandte Größen wie die Dämmerungszahl teilen diese Schwäche.
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