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Jägersprache mit H
75 Begriffe – von der Jagdpraxis bis zur Prüfungsvorbereitung.
Haarraubwild
Die Bezeichnung für alles säugende Raubwild, etwa Fuchs, Dachs, Marder und Iltis. Das Gegenstück ist das Federraubwild, also die Greifvögel; zusammen bilden beide Gruppen das Raubwild.
Haarwild
Alle dem Jagdrecht unterliegenden Säugetiere. Kennzeichen sind das Säugen der Nachkommen mit Milch, ein Fell aus Haaren und die gleichwarme Körpertemperatur. Das Gegenstück ist das Federwild, also die jagdbaren Vogelarten.
Habicht
Eine heimische Greifvogelart und klassischer Beizvogel der Falknerei. Der Habicht jagt im kurzen, wendigen Flug Vögel und kleine Säugetiere; wie alle Greifvögel ist er heute ganzjährig geschont.
Habichtkorb
Eine Falle, in der Greifvögel lebend gefangen werden. Historisch diente der Habichtkorb dem Fang vermeintlicher Jagdschädlinge; da Greifvögel heute ganzjährig geschont sind, ist sein Einsatz zum Greifvogelfang nicht mehr zulässig.
Haderer
Die Eckzähne im Oberkiefer des Keilers. An ihnen wetzen sich die unteren Hauer scharf; Haderer und Hauer bilden zusammen das Gewaff, die Waffe und Trophäe des Keilers.
Hahn
Das männliche Tier aller Hühnervögel, vom Auer- und Birkhahn bis zu Fasan und Rebhuhn. Das weibliche Stück heißt Henne; bei der Balz der Waldhühner steht der Hahn im Mittelpunkt des jagdlichen Brauchtums.
Hahn
Der hammerartige Teil des Gewehrschlosses, der beim Abziehen die Zündung auslöst. Außenliegende Hähne finden sich heute vor allem an klassischen Kipplaufwaffen; moderne Jagdwaffen besitzen meist innenliegende Schlagstücke.
hakeln
Der Kampf des Gamsbocks mit seiner Krucke. Beim Hakeln setzen die Böcke die nach hinten gekrümmten Enden der Krucke ein, etwa in der Brunft; Hirsche und Rehböcke forkeln dagegen mit Geweih oder Gehörn.
Haken
Haken bezeichnet die Eckzähne der Bache, die Grandeln der Hirschartigen sowie das plötzliche Abbiegen des flüchtenden Hasen. Die vier Haken der Bache entsprechen dem Gewaff des Keilers; nur ihre unteren Haken entsprechen dessen Hauern.
Halali
Ein aus der Parforcejagd übernommenes Jagdsignal, sinngemäß 'ha, da liegt er' — gemeint ist der Hirsch. Das Halali wird zum Abschluss der Jagd geblasen und gehört zum festen Brauchtum der Gesellschaftsjagd und des Streckelegens.
Halbschaufler
Ein Damhirsch, dessen Geweih erst mäßige, schmale Schaufeln zeigt. Der Halbschaufler steht in der Entwicklung zwischen dem jungen Löffler und dem voll ausgebildeten Schaufler; die Schaufelbildung dient beim Damwild der Altersansprache.
Hals
Die Bezeichnung für den Hals des Wildgeflügels, außer beim Auerwild; dessen Hals heißt Stingel oder Stengel. Beim Schalenwild wird insbesondere der Hals des männlichen Stückes Träger genannt.
Halsung
Halsung ist die jagdsprachliche Bezeichnung für das Halsband des Jagdhundes. Daneben wird auch Halsband verwendet; an einer geeigneten Halsung können je nach Einsatz etwa Bringsel, Glocke, Warnkennzeichnung oder Ortungsgerät befestigt sein.
halten
Der Hund verfolgt eine Fährte oder Spur und bleibt auf ihr. Ein Hund, der die Fährte hält, wechselt nicht auf Verleitfährten anderer Stücke — die Grundlage der Fährtensicherheit bei der Nachsuche.
Haltklaue
Die Mittel- und Außenklaue des Beizvogels in der Falknersprache. Mit den Haltklauen greift und hält der Vogel die geschlagene Beute fest, bis der Falkner herantritt und sie übernimmt.
Hamer
Der Hinterschenkel des Schwarzwildes. Küchensprachlich entspricht der Hamer dem Schinken der Sau; der Ausdruck zählt zu den älteren, heute seltener gebrauchten Begriffen der Jägersprache.
Hand
Der Fuß des Beizfalken in der Sprache der Falknerei. Die Zehen des Falken heißen entsprechend Finger; bei Beizhabicht und Beizsperber spricht der Falkner dagegen schlicht vom Fuß.
hängeln
Der Beizfalke hält sich mit ausgebreiteten Schwingen an einer Stelle in der Luft. Im Unterschied zum Rütteln, bei dem der Vogel mit schnellen Flügelschlägen auf der Stelle steht, trägt beim Hängeln vor allem der Gegenwind den Vogel.
Hannoversche
Die am Hannoverschen Jägerhof entwickelte Methode zur Einarbeitung von Schweißhunden auf der gesunden, kalten Fährte des Hochwildes. Der Hund lernt dabei, auch Stunden alte Fährten ruhig, tief mit der Nase und konzentriert auszuarbeiten.
Hannoverscher Schweißhund
Eine schwere deutsche Spezialrasse ausschließlich für die Schweißarbeit auf krankgeschossenes Schalenwild. Er arbeitet ruhig, langsam und mit größter Fährtentreue auch auf lange stehenden Fährten. Geführt wird er üblicherweise von hauptberuflichen Jägern und Berufsnachsuchenführern.
hart
Ältere jagdsprachliche Bezeichnung für einen nicht leicht zu führenden Hund. In der heutigen Jagdhundekunde meint Härte vor allem die Fähigkeit, unangenehme Erlebnisse und Belastungen zu verarbeiten. Sie ist nicht mit Schärfe, Schmerzunempfindlichkeit oder mangelnder Führigkeit gleichzusetzen.
hasenrein
Ein Hund, der ohne Befehl keinen gesunden Hasen verfolgt. Hasenreinheit ist ein Ziel der Abrichtung: Der Hund soll gesundes Niederwild ignorieren und nur auf Kommando oder auf der Fährte kranken Wildes arbeiten.
hassen
Raben- und Greifvögel stoßen im Flug auf einen Feind herab, etwa auf den Uhu oder seine Attrappe. Dieses Hassen macht sich die Hüttenjagd zunutze, bei der Krähen mit einer Uhuattrappe angelockt werden.
Hatz
Die Hetzjagd, bei der Wild mit Hunden gestellt und niedergezogen wurde. Historisch vor allem als Saufhatz auf Schwarzwild bekannt, bei der schwere, gepanzerte Saupacker den Keiler stellten. Diese Form der Jagd ist in Deutschland und Österreich seit langem verboten und heute nur noch ein historischer Begriff. Erhalten hat sich das Wort in Zusammensetzungen und in der Wendung, ein Hund gehe zur Hatz. Vom heutigen, erlaubten Stöbern mit kurzjagenden Hunden ist die Hatz klar zu unterscheiden.
Haube
Die Kappe, die dem Beizvogel aufgesetzt wird und ihm die Augen verdeckt, damit er sich ruhig verhält. Das Verhauben gehört zum Grundhandwerk der Falknerei; die Haube zählt neben Geschüh und Fesseln zur Ausrüstung des Beizvogels.
hauen
Ein Keiler schlägt mit seinem Gewaff gegen Mensch oder Hund. Daneben sagt die Jägersprache auch vom Biber, dass er haut, wenn er Baumstämme durchbeißt. Eine alte Regel lautet: Der Keiler haut, die Bache beißt.
Hauer
Die Eckzähne im Unterkiefer des Keilers, auch Gewehre genannt. Sie wetzen sich an den oberen Haderern ständig scharf und bilden mit ihnen das Gewaff — die Waffe und begehrte Trophäe des Keilers.
Haupt
Der Kopf des Schalenwildes in der Jägersprache. Der Hirsch trägt das Geweih auf dem Haupt, der Rehbock das Gehörn; auch beim Schwarzwild ist vom Haupt die Rede. Beim Raubwild und beim Hund spricht der Jäger dagegen vom Kopf.
Haupt-
Die Vorsilbe für ein besonders starkes Stück Wild, etwa den Haupthirsch oder das Hauptschwein. Daneben bezeichnet sie den Höhepunkt der jeweiligen Paarungszeit, etwa die Hauptbrunft des Rotwildes oder die Hauptbalz des Auerwildes.
Hauptschlag
Die Lautäußerung des Auerhahns während der Balz, die an einen Korkenknall erinnert. Im Balzgesang folgt der Hauptschlag auf Knappen und Trillern und leitet das abschließende Schleifen ein, während dessen der Hahn kaum vernimmt.
Hauthorn
Ein Gebilde aus Horn, das beim Gamswild mitunter auf der Decke wächst. Es handelt sich um eine seltene Hornwucherung der Haut und nicht um die eigentlichen Krucken, den Kopfschmuck des Gamswildes.
hecken
Das Brüten des zum Niederwild zählenden Federwildes wie Fasan, Rebhuhn oder Ente. Davon abgeleitet ist die Heckzeit – der Zeitraum, in dem gebrütet und aufgezogen wird und in dem besondere Rücksicht geboten ist.
Heckzeit
Die Zeit, in der das Haarraubwild Junge hat; auch für die Brutzeit des Federwildes gebräuchlich. Während der Heck- und Brutzeiten gilt vielerorts besondere Schonung, etwa beim Einsatz von Hunden im Revier.
Hege
Alle Maßnahmen zum Schutz und zur Pflege des Wildes und seiner Lebensräume, etwa Biotopverbesserung, angepasste Bejagung oder Fütterung in Notzeiten. Die Hege ist untrennbar mit dem Jagdrecht verbunden und vielerorts als Pflicht des Jagdausübungsberechtigten verankert. Zur Hege gehört auch, ungewöhnliche Verluste im Bestand als möglichen Hinweis auf eine Seuche zu melden.
Hegering
Der Zusammenschluss von Jägern einer bestimmten Region oder eines bestimmten Gebietes. Hegeringe bilden meist die kleinste Organisationseinheit der Jägerschaften und stimmen Hegemaßnahmen sowie die Bejagung revierübergreifend ab.
heiß
Eine zur Begattung bereite Hündin ist heiß. Die zugehörige Phase heißt Hitze, auch Laufzeit genannt; eine heiße Hündin wird im Jagdbetrieb üblicherweise nicht geführt, da sie die Rüden ablenkt.
Helm
Der Hauptschmuck des Wisents, gebildet aus den beiden Hörnern. Das einzelne Horn heißt Holm; beide Geschlechter tragen den Kopfschmuck, der im Unterschied zum Geweih der Hirscharten nicht abgeworfen wird.
Henne
Das weibliche Tier aller Hühnervögel wie Auer-, Birk-, Hasel- und Fasanenwild. Das männliche Stück heißt Hahn. Die Henne ist meist unscheinbarer gefärbt als der Hahn und vielerorts ganzjährig geschont.
heraustreten
Das absichtliche Hochwerdenlassen von Niederwild, etwa wenn der Jäger bei der Suche die Deckung abgeht, damit Hase oder Fasan hochwerden. Beim Rehwild wird der Begriff nicht verwendet.
hetzen
Eine frühere Art, Wild mit Hunden zu jagen, um es zu stellen oder vor die Schützen zu bringen. Die Hetzjagd ist nach deutscher Jagdgesetzgebung verboten; davon abzugrenzen ist die erlaubte Arbeit lauter Jagdhunde bei Stöber- und Drückjagden.
heuen
Das Sammeln und Trocknen von Gräsern und Kräutern durch die Murmeltiere. Das eingetragene Heu polstert den Kessel des Baues aus, in dem die Tiere ihren Winterschlaf halten.
heulen
Die Lautäußerung des Wolfes. Das Heulen dient dem Zusammenhalt des Rudels und der Revierabgrenzung gegenüber fremden Wölfen; es ist über weite Entfernungen zu vernehmen.
Heuler
Ein junger Seehund. Als Heuler werden vor allem Jungtiere bezeichnet, die den Kontakt zur Mutter verloren haben und mit heulenden Lauten nach ihr rufen; an der Nordseeküste werden sie in Aufzuchtstationen versorgt.
Hexenring
Ein am Boden sichtbarer, kreisförmig niedergetretener Ring, in dem der Rehbock die brunftige Ricke während der Blattzeit getrieben hat. Solche Treibringe entstehen oft um einen Busch oder Baumstamm und sind ein sicheres Brunftzeichen.
Hexensteig
Ein Pass, den Hasen im Getreide angelegt haben. Die schmalen, regelmäßig benutzten Gänge im Bestand verraten dem Jäger die Wechsel der Hasen; als Pass bezeichnet die Jägersprache allgemein einen häufig benutzten Wechsel.
himmeln
Vom Schuss getroffenes Flugwild steigt steil nach oben. Das Himmeln gilt als Zeichen eines tödlichen Treffers: Das Stück steigt kerzenartig auf und stürzt anschließend verendet zu Boden, wo es vom Hund gebracht wird.
Himmelsspur
Eine oberhalb der Bodenfährte durch das Geweih hinterlassene Spur des Hirsches. Je nach Quelle ist Himmelsspur gleichbedeutend mit Himmelszeichen; manche Jagdlexika unterscheiden enger zwischen Feg- und Schlagstellen als Himmelsspur und umgewendeten Blättern oder geknickten Zweigen als Himmelszeichen.
Himmelszeichen
Das Umwenden und Knicken von Blättern und kleinen Zweigen mit dem Geweih, wenn der Hirsch durch Dickungen zieht. Die nach oben gekehrten hellen Blattunterseiten verraten dem Fährtenleser die Zugrichtung des Stückes.
Himmelsziege
Die scherzhafte Bezeichnung für die Bekassine. Der Name geht auf das meckernde Geräusch zurück, das der Schnepfenvogel im Balzflug mit den gespreizten äußeren Steuerfedern erzeugt und das an eine Ziege erinnert.
Hinterhand
Die gesamte hintere Körper- und Gliedmaßenpartie des Hundes mit Becken bzw. Kruppe, Ober- und Unterschenkeln sowie Hinterläufen. Ihr Gegenstück ist die Vorderhand.
Hintersprosse
Eine nach hinten weisende Sprosse des Gehörns oder des Geweihes. Beim Rehbockgehörn sitzt die Hintersprosse oberhalb der nach vorn gerichteten Vordersprosse; ein regelmäßiger Sechserbock trägt an jeder Stange Vorder- und Hintersprosse.
Hirsch
Das männliche Stück des Elch-, Rot-, Dam- und Sikawildes. Das männliche Reh ist dagegen kein Hirsch: Obwohl das Rehwild zu den Hirschartigen zählt, spricht der Jäger hier vom Bock.
Hirschfänger
Ein großes Jagdmesser zum Abfangen von Hochwild. Historisch diente er dazu, krankgeschossenes Wild mit einem Stich in die Kammer zu töten; heute ist er vor allem Bestandteil der traditionellen Jagdtracht.
Hitze
Die Zeit, in der die Hündin zur Begattung bereit ist, auch Laufzeit genannt. Die Hündin ist dann heiß; im Jagdbetrieb wird sie während dieser Zeit üblicherweise nicht geführt, da sie die Rüden ablenkt.
hochbeschlagen
Trächtiges Schalenwild kurz vor dem Setzen bzw. Frischen ist hochbeschlagen. Der Begriff leitet sich vom Beschlagen ab, dem Begattungsakt beim Schalenwild; hochbeschlagene Stücke sind besonders zu schonen.
hochblatt
Der Schuss, der hoch am Blatt getroffen hat. Sitzt er zu hoch, trifft er unter Umständen nur die Dornfortsätze der Wirbelsäule (Krellschuss): Das Stück bricht zunächst zusammen, flüchtet dann aber — eine sorgfältige Nachsuche ist Pflicht.
hochmachen
Das Wild dazu veranlassen, hochzuwerden, also sein Lager oder seine Deckung zu verlassen. Hunde, Treiber oder der Jäger selbst machen Niederwild hoch; das Wild selbst wird hoch, wenn es aufsteht oder auffliegt.
Hochsitz
Eine erhöhte Ansitzeinrichtung, die dem Jäger mehr Übersicht verschafft und ihn zugleich der Wahrnehmung des Wildes entzieht. Der Schuss von oben sorgt zudem für einen sicheren Kugelfang im Boden; auch Kanzel oder Jagdkanzel genannt.
hochwerden
Das Wild steht vom Boden auf oder verlässt seine Deckung. Der Hase wird aus der Sasse hoch, Federwild steht auf; veranlasst der Jäger oder der Hund dies absichtlich, spricht man vom Hochmachen.
Hochwild
Die Sammelbezeichnung für alles Wild, das früher der hohen Jagd vorbehalten war: Elch-, Rot-, Dam-, Stein-, Gams-, Muffel- und Schwarzwild sowie Wisent, Rentier, Bär, Wolf, Luchs und Auerhahn. Alles übrige Wild — auch das Rehwild — zählt zum Niederwild.
Holle
Die haubenartig abstehenden Federn auf dem Kopf mancher Federwildarten. Eine auffällige Holle tragen etwa Kiebitz und Reiherente; die ohrenförmigen Federn am Kopf des Fasanenhahns werden dagegen als Horn bezeichnet.
Holm
Das Horn des Wisents. Während die Hörner des Gamswildes Krucken und die des Muffelwidders Schnecken heißen, spricht der Jäger beim Wisent vom Holm; die Hörner bilden zusammen den Helm, den Hauptschmuck des Wisents.
Holz
Holz ist eine landschaftliche oder ältere Bezeichnung für Wald und lebt in Wendungen wie zu Holze ziehen fort. Kirchgang heißt enger das bedächtige morgendliche Einziehen des Rothirsches vom Feld oder Äsungsplatz in den Wald.
hoppeln
Die langsame, gemächliche Fortbewegung von Hase und Kaninchen. Bei Gefahr flüchtet der Hase dagegen in schneller Flucht und schlägt Haken, um Verfolger abzuschütteln.
Horn
Die ohrenförmigen Federn am Kopf des Fasanenhahns. Sie sind nicht mit dem echten Horn der Hornträger wie Gams- oder Muffelwild zu verwechseln; die haubenartige Federholle anderer Vögel heißt Holle.
Horrido!
Der alte Hetzruf des Rüdemeisters, heute vor allem als jagdlicher Gruß und Trinkspruch bei besonderen Anlässen gebräuchlich. Der Sprecher bringt ein "Horrido!" aus, und die Runde antwortet mit "Jo ho!".
Horst
Das Nest der Greifvögel sowie von Krähen, Kranichen und Reihern. Es wird meist hoch auf Bäumen oder in Felswänden angelegt und oft über Jahre benutzt und ausgebaut; das Brüten dieser Arten heißt horsten.
horsten
Das Brüten der Greifvögel, Eulen, Kraniche, Reiher, Störche und aller Rabenvögel. Ihr Nest heißt Horst, die zugehörige Brutzeit Horstzeit; beim übrigen Federwild spricht man schlicht vom Brüten.
Horstzeit
Die Brutzeit der Greifvögel, Eulen, Kraniche, Reiher, Störche und aller Rabenvögel. Während der Horstzeit gilt vielerorts besondere Rücksicht, etwa durch Ruhezonen um besetzte Horste; beim übrigen Federwild spricht man von der Brutzeit.
Hosen
Die langen Haare an der Rückseite der Oberschenkel bei langhaarigen Hunden. Auch bei Greifvögeln spricht man von Hosen, wenn die Ständer dicht befiedert sind, etwa beim Mäusebussard.
hudern
Das Sandbaden der Hühnervögel sowie das Wärmen und Schützen der Küken unter dem Gefieder der Henne. Zum Hudern suchen Fasan und Rebhuhn trockene, sonnige Stellen auf, um das Gefieder zu pflegen und Parasiten loszuwerden.
Hühnergalgen
Ein Tragegerät aus Lederschlingen, in das erlegte Fasanen, Enten, Hühner und anderes kleines Federwild eingeschleift werden. Er erleichtert das Tragen und Aufbewahren der Beute auf Niederwildjagden.
Hüsch
Ein alter schlesischer Ausdruck für Hirsche. Der Begriff ist heute nur noch von sprachgeschichtlichem Interesse und in der praktischen Jägersprache nicht mehr gebräuchlich.
Hussah!
Der alte Zuruf, mit dem die Hatzrüden an die Sauen gehetzt wurden: "Hussah! hu Sau — hu Sau!". Auch der Zuruf an den Keiler, um ihn zum Auflaufen zu bewegen; heute lebt der Ruf vor allem im jagdlichen Brauchtum fort.
Hüttenjagd
Die Jagd auf Rabenvögel aus einer Tarnhütte unter Verwendung einer Uhuattrappe. Krähen und Elstern hassen auf den vermeintlichen Feind, stoßen also lärmend auf ihn herab, und kommen so in Schussweite; früher diente auch ein lebender Uhu als Reizvogel.
Jagdsignale hören und lernen – die App
Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.
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