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Habicht
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Federwild, Jagdrecht vor
Eine heimische Greifvogelart und klassischer Beizvogel der Falknerei. Der Habicht jagt im kurzen, wendigen Flug Vögel und kleine Säugetiere; wie alle Greifvögel ist er heute ganzjährig geschont.
In der Praxis
In der Falknerei teilt man die Beizvögel in Rundflügler und Edelfalken, und der Habicht ist der Rundflügler schlechthin. Gemeint sind kurze, breite, abgerundete Schwingen und ein langer Stoß, also rasche Beschleunigung und hohe Wendigkeit auf kurzer Strecke — Langsamkeit ist damit nicht gemeint.
Praktisch heißt das: Der Habicht wird von der Faust geflogen, auf Hase, Kaninchen oder Fasan, und kann Deckung nutzen. Edelfalken mit ihren langen, spitzen Schwingen arbeiten im offenen Gelände, stehen als Anwarter hoch über dem Vorstehhund und verfolgen das Flugwild in der Luft. Das sind zwei verschiedene Jagden.
Für die Beizjagd ist in Deutschland ein Falknerjagdschein erforderlich. Bei seiner ersten Erteilung sind die Falknerprüfung und, sofern keine vollständige Jägerprüfung vorliegt, der landesrechtlich geregelte eingeschränkte Jägerprüfungsnachweis nötig. In Österreich setzt die Beizjagd eine gültige Jagdkarte voraus; zusätzliche Erfordernisse unterscheiden sich nach Landesrecht. In Deutschland kann die zuständige Landesbehörde im Einzelfall das Aushorsten von Nestlingen und Ästlingen des Habichts für Beizzwecke genehmigen.
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