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Holz

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Holz ist eine landschaftliche oder ältere Bezeichnung für Wald und lebt in Wendungen wie zu Holze ziehen fort. Kirchgang heißt enger das bedächtige morgendliche Einziehen des Rothirsches vom Feld oder Äsungsplatz in den Wald.

In der Praxis

Holz kann Wald bedeuten — heute allerdings nur noch landschaftlich, sonst gilt der Gebrauch als veraltet. Als unmarkierter Ersatz für „Wald“ taugt das Wort nicht mehr.

In der Jägersprache lebt es in festen Wendungen fort: zu Holze ziehen, zu Holz ziehen, im Holz, aus dem Holz treten. Der Hase rückt morgens zu Holze, das Rotwild zieht nach der Nachtäsung zu Holz. Diese festen Wendungen sind jagdsprachlich weiterhin verständlich und gebräuchlich; außerhalb solcher Verbindungen wirkt Holz in der Bedeutung „Wald“ heute meist regional oder altertümlich.

Eine dieser Wendungen hat einen eigenen Namen. Der Kirchgang ist das bedächtige Einziehen des Rothirsches vom Feld oder Äsungsplatz in den Wald, typischerweise in der Morgendämmerung. Er ist enger gefasst, als man meint: Nicht jedes Einziehen irgendeiner Wildart in den Einstand heißt so. In österreichischem Ausbildungsstoff wird der Ausdruck noch abgefragt.

Verwandte Begriffe

Kirchgang ziehen Prügelfalle buschieren aufholzen auspochen

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