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Kimme
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Waffen und Schießwesen vor
Der hintere Teil der offenen Visiereinrichtung an Gewehr, Pistole oder Revolver. Beim Zielen fasst der Schütze das vordere Korn mittig und höhengleich in den Einschnitt der Kimme — Kimme und Korn bilden zusammen die offene Visierung.
In der Praxis
Die offene Visierung wird von hinten nach vorn aufgebaut: Das Auge fasst die Kimme, das Korn steht mittig und höhengleich in ihrem Einschnitt, und darauf sitzt das Ziel. Scharf sehen kann das Auge nur eine dieser Ebenen — geübt wird deshalb auf das Korn, während Kimme und Ziel etwas verschwimmen dürfen.
Ihre Grenze hat die offene Visierung beim Licht. In der Dämmerung, wenn das Wild wechselt, verschwindet ein schwarzes Korn vor dunklem Untergrund; Leucht- oder Perlkorn und helle Kimmeneinlagen helfen, ersetzen aber kein Zielfernrohr. Deshalb tragen viele Jagdbüchsen heute eine Optik, und die offene Visierung dient als Rückfall, wenn das Glas ausfällt, sowie auf kurze Entfernung, wo rasch angetragen werden muss.
Zum Prüfungsstoff gehört die Richtung beim Nachstellen: Die Kimme wird dorthin versetzt, wohin der Treffpunkt wandern soll — schießt die Waffe links, wird die Kimme nach rechts geschoben. Beim Korn ist es umgekehrt.
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