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röhren
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild vor
Die Lautäußerung des Rothirsches in der Brunft. Das tiefe, weittragende Röhren dient der Rivalenabschreckung und dem Anlocken des Kahlwildes. Der Jäger ahmt es beim Hirschruf nach, um den Brunfthirsch zu locken.
In der Praxis
Das Röhren des Rothirsches ist ein Ortungsmittel, kein bloßes Geräusch. Ein brunftender Hirsch meldet damit seine Anwesenheit, hält Nebenbuhler auf Abstand und bindet das Kahlwild an den Brunftplatz. Für den Jäger ist es eine Möglichkeit, im unübersichtlichen Gelände überhaupt zu erfahren, wo Rotwild steht — hören lässt sich ein Hirsch über Hunderte Meter, sehen oft erst auf wenige.
Die Laute unterscheiden sich hörbar: einzelne Rufe aus der Ferne, anhaltendes Orgeln beziehungsweise Röhren auf dem Brunftplatz, kurze abgehackte Laute beim Treiben und der Trenzlaut in unmittelbarer Nähe eines Tieres. Wer diese Unterschiede kennt, kann abschätzen, ob ein Hirsch steht, zieht oder gerade beschäftigt ist. Beim Hirschrufen richtet sich die Nachahmung nach der Lage: Je nach Absicht wird ein Beihirsch, ein Suchhirsch oder ein Tier nachgeahmt. Wie ein Hirsch darauf reagiert, ist ebenso situationsabhängig — ein Platzhirsch bleibt häufig beim Kahlwild und muss angegangen werden, statt zum Ruf zu kommen.
Auf die Stärke des Stückes lässt der Laut nur bedingt schließen. Tiefe und Volumen hängen mit dem Körperbau zusammen, doch Entfernung, Wind, Nebel und Bewuchs verändern den Klang erheblich; ein naher mittelalter Hirsch kann mächtiger klingen als ein weit entfernter alter. Das Röhren zeigt verlässlich, wo ein Hirsch ist — was er ist, muss das Ansprechen klären.
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