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Schneider
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Schneider bezeichnet in der Jagdsprache einen Jäger, der bei einer Jagd ohne Beute bleibt. Die scherzhafte Bezeichnung ist nicht auf Treib- oder Ansitzjagden beschränkt; ihre Wirkung hängt vom örtlichen Brauch und vom Umgang mit dem Betroffenen ab.
In der Praxis
Schneider heißt, wer von einer Jagd ohne Beute heimkommt. Auf Treib- oder Ansitzjagden ist die Wendung nicht beschränkt — sie trifft ebenso den erfolglosen Angler, und die ältere Jagdsprache kennt „Schneider“ daneben für einen geringen Hirsch oder Hahn.
Woher der Ausdruck kommt, ist nicht gesichert. Wahrscheinlich wurde eine ältere Spott- und Verliererbezeichnung aus Handwerkerspott, Studentensprache oder Kartenspiel auf den erfolglosen Jäger übertragen. Die naheliegende Erklärung, der Schneider schneide eben nichts ab, ist eine unbelegte Volksetymologie. Die Redensart „aus dem Schneider sein“ bedeutet dagegen, eine schwierige Lage oder beim Kartenspiel die Schneidergrenze überwunden zu haben; eine jagdliche Gegenformel zum erfolglosen Jäger ist sie nicht.
An den Ausdruck hängt sich regional Brauchtum: Schneiderbaum, Schneiderhut, ein Zweig oder eine Kennzeichnung für die erfolglosen Teilnehmer. Festgelegt ist davon nichts: Schneiderbräuche sind örtlich unterschiedliche Scherzrituale im freundschaftlichen Rahmen. Gegen den Willen des Betroffenen kann allerdings auch ein Scherz herabsetzend wirken.
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