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Spinne
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild, Rehwild vor
Spinne heißt das Gesäuge beim Rehwild und bei den Hirscharten. Es ist besonders während der Säugezeit ein wichtiges Ansprechmerkmal, aber nicht ganzjährig zuverlässig sichtbar. Ein deutliches Gesäuge belegt zudem nicht sicher, dass das zugehörige Jungtier noch lebt.
In der Praxis
Spinne heißt jagdsprachlich das Gesäuge beim Rehwild und bei den Hirscharten. Für das Ansprechen ist es das Merkmal, an dem sich ein führendes Stück erkennen lässt — mit einer wichtigen Einschränkung, die häufig fehlt.
Am ehesten auffällig ist die Spinne während der Säugezeit, beim Rehwild vor allem im Juni und Juli. Wie gut sie zu sehen ist, schwankt allerdings stark mit Bewuchs, Winkel und Licht, und danach kann sie zurückgehen. Als ganzjähriges Merkmal taugt sie nicht: Eine Geiß, deren Spinne im Herbst nicht mehr auffällt, kann trotzdem noch führen. Umgekehrt belegt ein deutliches Gesäuge, dass die Geiß Milch führt oder geführt hat — nicht, dass das Kitz noch lebt.
Praktisch folgt daraus die bekannte Reihenfolge beim weiblichen Rehwild: erst das Kitz, dann die Geiß. Sie ersetzt das Schätzen durch eine Beobachtung — beantwortet aber nicht, ob noch ein zweites Kitz in der Deckung steht.
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