Jagdsignale

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Strecke

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde, Jagdrecht vor

Die zahlenmäßige Gesamtheit der auf einer Jagd oder in einem Jagdjahr in einem Jagdbezirk erlegten Tiere. Nach einer Gesellschaftsjagd wird die Strecke nach jagdlichem Brauchtum gelegt und verblasen; die Jahresstrecke fließt in die Abschussplanung ein. Das Streckelegen folgt einer festen Ordnung nach Wildarten; den Abschluss des Jagdtages bildet das Schüsseltreiben.

In der Praxis

Die Strecke ist zweierlei: das Ergebnis eines Jagdtages und die Bilanz eines Jagdjahres. Bei planpflichtigen Wildarten fließt die Jahresstrecke in die Abschussplanung ein — was nicht gemeldet wird, fehlt dort. Wie weit sie darüber hinaus die Bejagung des Folgejahres bestimmt, richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht.

Nach der Gesellschaftsjagd wird die Strecke gelegt, herkömmlich Hochwild vor Niederwild. Hier liegt die eigentliche Prüfungsfalle, denn die Zuordnung folgt nicht der Körpergröße: Schwarzwild zählt zum Hochwild, Rehwild dagegen zum Niederwild. Innerhalb der Gruppen bestehen regionale Reihenfolgen. Verbreitet liegt jedes Stück auf der rechten Körperseite, und dem Schalenwild wird der letzte Bissen gereicht.

Verblasen wird anschließend Wildart für Wildart mit den Totsignalen. Das alles ist Brauchtum und nicht Gesetz — es tritt zurück, wo Wildbrethygiene, Kühlung oder Seuchenvorsorge Vorrang haben; vielerorts wird deshalb nur noch symbolisch Strecke gelegt. Häufig schließt das Schüsseltreiben den Jagdtag ab.

Zu können sind für die Prüfung also zweierlei: die Ordnung beim Streckelegen und die Zuordnung der Totsignale zu den Wildarten. Das eine lässt sich lernen, das andere schlecht auswendig — Totsignale prägen sich über das Ohr ein, weshalb sie in dieser App einzeln anzuhören und im Prüfungstrainer abgefragt sind.

Verwandte Begriffe

Streckelegen Schüsseltreiben verblasen Brauchtum Gesellschaftsjagd Jagdbezirk

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