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Trittsiegel

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor

Trittsiegel ist der einzelne Bodenabdruck eines Laufes, einer Pfote oder eines Vogelfußes. Eine Folge von Trittsiegeln heißt je nach Wildart Fährte, Spur oder Geläuf; Art und Stärke lassen sich nur aus mehreren Merkmalen beurteilen.

In der Praxis

Das Trittsiegel ist der einzelne Abdruck am Boden — und der Ausdruck gilt allgemein, nicht nur beim Schalenwild. Was sich nach Wildart unterscheidet, ist die Bezeichnung der Abdruckreihe: Schalenwild hinterlässt eine Fährte, Raubwild und die Hasenartigen eine Spur, Federwild ein Geläuf. Wolf, Luchs und Bär werden dabei herkömmlich der Fährte zugerechnet.

Beim Fuchs kommt ein eigener Gang hinzu: Er schnürt. Dabei setzt er die Hinterpfoten in die Abdrücke der Vorderpfoten, sodass eine fast geradlinige Reihe einzelner Tritte entsteht — im Neuschnee ein auffälliges Bild.

Daran wird die Fuchsspur von der eines Hundes unterschieden — sicher ist das allerdings nicht, denn auch Hunde können schnüren. Der Fuchsabdruck ist meist ovaler und enger, die Mittelzehen stehen weiter vorn; Hundespuren wirken oft runder und gespreizter, und der Hund wechselt häufiger die Gangart. Auf ein einzelnes Merkmal ist kein Verlass: Ein einzelner Abdruck beweist die Art nicht, erst das Gangbild über eine längere Strecke trägt.

Verwandte Begriffe

Fährte Geläuf fährtengerecht Schloßtritt Gegenfährte geschlossen

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