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Wind
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde, Jagdhunde vor
Jede Art von Luftbewegung beziehungsweise das Aufnehmen der Witterung des Jägers durch das Wild. Hunde und Wild suchen Witterung gegen die Windrichtung aufzunehmen; deshalb pirscht und sitzt der Jäger stets mit gutem Wind, also gegen den Wind an.
In der Praxis
Kein Ansitz und keine Pirsch ohne den Wind. Er trägt die Witterung des Jägers zum Wild — und die des Wildes zum Hund. Wer „mit gutem Wind“ sitzt oder geht, hat ihn so, dass er von dort kommt, wo das Wild erwartet wird; bei Suche und Stöbern arbeitet der Hund günstig gegen oder schräg gegen den Wind, weil ihm die Witterung dann entgegengetragen wird.
Am Hang kommt die Thermik hinzu, und sie kehrt sich um. Am besonnten Hang setzt am Morgen ein Aufwind bergauf ein, weil sich die Luft erwärmt; am Abend und in der Nacht fließt die abgekühlte, schwerere Luft hangabwärts. Derselbe Sitz hat morgens und abends also zwei verschiedene Windlagen — und braucht unter Umständen zwei Zugänge.
Verlässlich ist das nur im Groben. Geländekanten, Wald und Bebauung erzeugen Wirbel, und der Umschlag am frühen Abend ist selten pünktlich. Deshalb wird der Wind nicht aus dem Kalender genommen, sondern vor Ort geprüft — mit dem Puderfläschchen oder einer Handvoll trockenem Gras.
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