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Ansitz
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Der Ort, an dem ein Jäger auf Wild wartet – und zugleich die Jagdart selbst. Der Ansitz erfolgt vom Hochsitz, von der Kanzel oder vom Boden aus und ist die in Mitteleuropa häufigste Form der Einzeljagd.
In der Praxis
Der Ansitz steht und fällt mit dem Wind. Angesessen wird so, dass die Witterung vom erwarteten Wechsel wegzieht; ein günstig gebauter Sitz, der bei Abendthermik verrät, taugt an diesem Abend nicht. Ebenso wichtig ist der Anmarsch: Wer über den Wechsel zur Kanzel geht, hat die Jagd hinter sich, bevor sie beginnt. Deshalb führen Pirschsteige um die Äsungsfläche herum, nicht hindurch.
Zur Vorbereitung gehört, was man später nicht mehr ändern kann. Die Schussfelder werden bei Tageslicht geprüft und freigehalten, der Kugelfang muss stimmen, und die Entfernungen zu Wegrand, Einzelbaum oder Wildacker kennt man am besten vorher. Leiter, Geländer und Sitzbrett verlangen regelmäßige Kontrolle — Hochsitze sind ein wesentlicher Unfallschwerpunkt bei der Jagd. Oben angekommen, wird alles Nötige griffbereit gelegt, bevor Ruhe einkehrt.
Verraten kann einen vieles, und was im Einzelfall den Ausschlag gibt, hängt von Wildart und Lage ab: Witterung, Bewegung, Geräusch, Licht am Gerät. Beim Schwarzwild ist der Geruch oft entscheidend, bei Rehwild am hellen Abend eher die Bewegung. Wird derselbe Sitz zu oft besetzt, kann das Wild beunruhigt werden und seine Aktivität verlagern — mehrere Ansitze im Wechsel bringen über die Saison meist mehr als einer, der ständig in Betrieb ist.
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