Jagdsignale

Start › Jagdlexikon › J › Jagdart

Jagdart

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor

Die Art und Weise der Jagdausübung, etwa Pirsch, Ansitz, Fallenjagd oder Beizjagd. Grundsätzlich unterscheidet man die Einzeljagd von der Gesellschaftsjagd, zu der Treib- und Drückjagd zählen.

In der Praxis

Der saubere Oberbegriff für alle Jagdarten, bei denen Wild bewegt wird, ist die Bewegungsjagd; Treib-, Drück-, Stöber- und Riegeljagd sind ihre Formen. Ältere Darstellungen verwenden „Treibjagd“ dagegen im weiten Sinn als Oberbegriff und zählen die Drückjagd dazu. Wer beides kennt, versteht die älteren Texte und die heutige Einteilung.

Welche Jagdart gewählt wird, entscheidet sich nach Wildart, Jahreszeit und Revier. Auf Rehwild im Frühjahr passt der Ansitz, auf Schwarzwild im Herbst die Bewegungsjagd, auf Raubwild die Falle. Quer dazu liegt die Grundunterscheidung: Einzeljagd, die der Jäger allein ausübt, gegen Gesellschaftsjagd, die auf dem Zusammenwirken mehrerer beruht — was jede von beiden leistet, steht bei ihren eigenen Stichwörtern.

Darüber liegt eine Rechtsschicht, die häufiger wechselt als die Praxis. Welche Mittel und Zeiten zulässig sind, ist teils Bundes-, teils Landesrecht: Schwarzwild darf in Deutschland bundesrechtlich auch nachts erlegt werden, die Verwendung von Nachtsichttechnik bleibt jagdrechtlich aber beschränkt und wird von den Ländern unterschiedlich freigegeben. In Österreich regeln es die Landesjagdgesetze durchweg. Vor jeder ungewohnten Jagdart lohnt der Blick ins geltende Landesrecht.

Verwandte Begriffe

Einzeljagd Ansitz Jagdausübung Gesellschaftsjagd Drückjagd Pirsch

Weiter im Register: alle Begriffe mit J · Jagdlexikon von A bis Z

Weitersagen: WhatsApp E-Mail

Jagdsignale hören und lernen – die App

Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.

Laden im App Store Jetzt bei Google Play

Ein Angebot der NCN-NetConsulting GmbH · Facebook · Datenschutz