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Drückjagd

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde, Jagdhunde, Jagdrecht vor

Eine Bewegungsjagd, bei der wenige Treiber mit brauchbaren Hunden das Wild langsam in Bewegung drücken, ohne es hochflüchtig zu machen. Die Schützen sitzen auf Ständen und können das vertraut anwechselnde Wild sauber ansprechen; die Drückjagd gilt vor allem dem Schalenwild.

In der Praxis

Bei der Drückjagd bewegen wenige Treiber mit Hunden das Wild langsam aus dem Einstand, statt es hochflüchtig zu machen. Darin liegt der ganze Zweck: Wild, das ruhig oder ziehend anwechselt, lässt sich ansprechen. Sie gilt vor allem dem Schalenwild und ist heute ein wichtiges Werkzeug der Schwarzwildbejagung.

Für den Schützen ändert sich damit alles gegenüber dem Ansitz. Geschossen wird auf bewegtes Wild, oft nur für Augenblicke frei — der Kugelfang muss deshalb vorher geklärt sein, weil im entscheidenden Moment keine Zeit dafür bleibt. Bei hochflüchtigem Wild ist das Ansprechen erheblich schwieriger und oft unmöglich; dann unterbleibt der Schuss. Wer sein Feld nicht kennt, lässt ziehen.

Die Riegeljagd ist eine Variante, die sich das Gelände zunutze macht: Wenige Beunruhiger drücken das Wild auf geländebedingte Zwangswechsel, die von Schützen abgeriegelt werden — im Gebirge die naheliegende Form; Hunde sind dabei möglich, aber nicht begriffsnotwendig. Wie stark eine Bewegungsjagd das Wild belastet, hängt nicht allein an der Zahl der Treiben, sondern ebenso an Vorbereitung und Gesamtdauer.

Verwandte Begriffe

drücken Bewegungsjagd Schalenwild ansprechen vertraut Treiber

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