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Birkhahn
Der Birkhahn ist das männliche Stück des Birkwilds und nach dem Auerhahn das zweitgrößte heimische Raufußhuhn. Er ist unverwechselbar: tiefschwarzes, blau schimmerndes Gefieder, leuchtend rote Rosen über den Augen, weiße Unterschwanzdecken und der nach außen gebogene Leierstoß, dessen Federn als Spielhahnfedern begehrter Hutschmuck sind. Die Henne, die Birkhenne, ist braun getarnt. Birkwild bewohnt offene, halboffene Landschaften: Moore, Heiden, Almen und die Kampfzone an der Waldgrenze. Der Verlust solcher Lebensräume hat die Bestände stark schrumpfen lassen. Kennzeichnend ist die Gruppenbalz. Im Frühjahr versammeln sich mehrere Hähne auf einem traditionellen Balzplatz, der über Jahre genutzt wird. Dort tragen sie zwei Lautäußerungen vor: das anhaltende, blubbernde Kollern, das an entferntes Gurgeln erinnert, und das dazwischengesetzte, scharf gezischte Kuschen. Dabei wird der Leierstoß aufgefächert und die Balz mit Sprüngen und Scheinkämpfen begleitet. In Deutschland ist Birkwild fast überall ganzjährig geschont, in Teilen Österreichs ist eine streng kontingentierte Bejagung möglich.
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