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Keimruhe
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild, Rehwild vor
Die teils monatelange Unterbrechung der Embryonalentwicklung, auch Eiruhe oder Vortragezeit genannt. Sie verlängert die Tragzeit etwa bei Rehwild, Dachs, Marder, Hermelin und Seehund, damit die Jungen im klimatisch günstigen Frühjahr zur Welt kommen — Prüfungsklassiker ist die Keimruhe des im Sommer beschlagenen Rehwildes.
In der Praxis
Keimruhe, auch Eiruhe oder Vortragezeit, ist die Unterbrechung der Embryonalentwicklung nach der Befruchtung: Der Keim nistet sich nicht sofort ein, sondern ruht als Blastozyste — teils monatelang. So fällt die Geburt in die klimatisch günstige Jahreszeit, obwohl die Paarung lange vorher stattfand.
Der Prüfungsklassiker ist das Rehwild. Die Blattzeit liegt im Juli und August, die eigentliche Entwicklung beginnt erst um den Jahreswechsel, gesetzt wird überwiegend im Mai und Juni. Wer nur die Setzzeit kennt und rückwärts rechnet, kommt auf eine Brunft im Winter — und liegt um ein halbes Jahr daneben.
Beim Raubwild haben Dachs sowie Baum- und Steinmarder eine Keimruhe; Fuchs und Luchs dagegen nicht, deren Tragzeit läuft durch. Auch Hermelin und Seehund zählen dazu. Die Keimruhe erklärt damit, warum eine Sommerranz und eine Frühjahrsgeburt kein Widerspruch sind.
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