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Lauscher
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Die Ohren des Schalenwildes mit Ausnahme des Schwarzwildes, dessen Ohren Teller heißen. Die Jägersprache trennt weiter: Der Hase hat Löffel, der Jagdhund Behang; in Süddeutschland und Österreich ist auch die Form Luser gebräuchlich.
In der Praxis
Das Gehör ist ein Sinn, über den Wild den Jäger wahrnehmen kann, oft ohne dass dieser es bemerkt. Schalenwild ortet Geräusche genau; Lautstärke, Frequenz, Richtung und zeitliches Muster wirken dabei zusammen. Der gleichmäßige Tritt eines Menschen hebt sich anders ab als das unregelmäßige Rascheln eines äsenden Stückes. Als Erfahrungsregel gilt deshalb langsames, unregelmäßiges Gehen mit Pausen; metallisches Klicken, Klettverschlüsse und das Streifen der Kleidung an Zweigen können besonders auffällig wirken.
Am lebenden Stück sind die Lauscher ein brauchbares Beobachtungsmerkmal. Ein vertrautes Stück lässt sie locker spielen und dreht sie unabhängig voneinander; werden sie gerichtet und still gehalten, kann das auf erhöhte Aufmerksamkeit hindeuten — beweisen lässt sich daraus nichts, denn gerichtet werden sie auch beim gewöhnlichen Orten. Beim Ansprechen von Rehwild dienen die Lauscher zusätzlich als Maßstab für die Kopfproportionen; als Altersmerkmal ist das überliefert, aber unzuverlässig und trägt allenfalls im Gesamtbild.
Sprachlich trennt die Jägersprache genau. Lauscher heißen die Ohren des Schalenwildes mit Ausnahme des Schwarzwildes, dessen Ohren Teller genannt werden. Hase und Wildkaninchen haben Löffel, der Jagdhund den Behang. Regional finden sich weitere Ausdrücke, etwa Loser in Teilen Süddeutschlands und Österreichs.
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