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Luchs
Der Luchs ist die größte heimische Wildkatze und erreicht die Größe eines Schäferhundes. Kennzeichnend sind die Pinselohren, der ausgeprägte Backenbart und der kurze, wie abgeschnitten wirkende Stummelschwanz. In der Jägersprache heißt das männliche Stück Kuder, das weibliche Katze, die Jungen sind Welpen. Der Luchs ist ein Einzelgänger mit sehr großen Streifgebieten und ein Pirschjäger, der sich seiner Beute anschleicht und sie mit wenigen Sätzen schlägt. Hauptbeute ist Rehwild; ein Riss wird über mehrere Nächte genutzt und dazwischen verscharrt oder mit Laub bedeckt. Zu hören ist der Luchs fast nur zur Ranzzeit im Februar und März. Dann geben Kuder und Katze weit tragende, heisere Rufe von sich, die an das Bellen eines Rehbocks erinnern, aber tiefer und gedehnter klingen. Nach der Ausrottung im 19. Jahrhundert ist der Luchs durch Wiederansiedlung und Zuwanderung in Teile Mitteleuropas zurückgekehrt. Er unterliegt in Deutschland und Österreich dem Jagdrecht, ist aber ganzjährig geschont und streng geschützt.
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