Start › Jagdlexikon › R › Rehbock
Rehbock
Der Rehbock ist das männliche Stück Rehwild. Sein Kopfschmuck heißt Gehörn, nicht Geweih, und besteht in der Regel aus zwei Stangen mit je drei Enden — dem Sechserbock. Das Gehörn wird im Oktober oder November abgeworfen und über den Winter neu geschoben; im Frühjahr fegt der Bock den Bast an Büschen und jungen Bäumen ab, wobei die charakteristischen Fegeschäden entstehen. Anders als das Rotwild ist der Bock territorial. Ab dem Frühjahr besetzt er ein Revier, verteidigt es gegen Rivalen und markiert es durch Fegen und Plätzen. In der Blattzeit im Juli und August treibt er die Ricke oft über Stunden im Kreis; die dabei ausgetretenen Pfade sind die Hexenringe. Der Bock schreckt wie das übrige Rehwild mit einem harten Bölken, das bei Beunruhigung minutenlang wiederholt wird. In der Blattzeit antwortet er auf das nachgeahmte Fiepen der Ricke und lässt sich so gezielt heranblatten. Beim Ansprechen sind Gehörnstärke, Körperbau und Verhalten zu beurteilen — eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Jagdpraxis.
Verwandte Begriffe
Weiter im Register: alle Begriffe mit R · Jagdlexikon von A bis Z
Jagdsignale hören und lernen – die App
Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.
Ein Angebot der NCN-NetConsulting GmbH · Datenschutz
