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pfeifen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Gamswild, Hörnchen, Muffelwild vor
Die warnende Lautäußerung von Gams- und Muffelwild, Murmeltier und Otter. Der scharfe Pfiff warnt die Artgenossen vor Gefahr; beim Ansprechen verrät er dem Jäger, dass er bereits wahrgenommen wurde.
In der Praxis
Der Warnpfiff der Gams entsteht nicht im Maul, sondern durch einen schnellen Luftausstoß durch die Nase. Er ist weithin zu hören und alarmiert die umstehenden Stücke.
Pfeifen ist aber keine Eigenheit der Gams allein. Auch Muffelwild kann pfeifen: Bei Beunruhigung stößt besonders das Schaf einen scharfen, durch die Nüstern erzeugten Warnlaut aus, oft zusammen mit Stampfen der Vorderläufe. Daneben blökt und meckert Muffelwild.
Beim Murmeltier spricht die Jägersprache ebenfalls vom Pfeifen — akustisch sind es allerdings im Kehlkopf erzeugte Alarmrufe, nicht durch Nase oder Lippen erzeugte Töne. Und beim Fischotter ist Pfeifen als einer von mehreren Kontaktlauten belegt, neben Keckern und Murren. Pfeifen bezeichnet jagdsprachlich also je nach Wildart unterschiedlich erzeugte, pfeifend klingende Warn- oder Kontaktlaute; gemeinsam ist ihnen der Klangeindruck, nicht die Lautbildung.
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