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Rollzeit
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild vor
Die Begattungszeit des Fuchses, die in die Wintermonate fällt und auch Ranz genannt wird. In dieser Zeit sind die Rüden viel unterwegs und lassen sich gut bejagen. Das Gegenstück beim Schwarzwild ist die Rauschzeit.
In der Praxis
Rollen bezeichnet jagdsprachlich die Begattung, nicht spielerisches Herumtollen. Die Rollzeit ist entsprechend die Paarungszeit — gebräuchlich vor allem für den Fuchs, regional und in einzelnen Lehrwerken auch für den Dachs oder weiteres Haarraubwild.
Der allgemeinere und prüfungssicherere Ausdruck ist die Ranz oder Ranzzeit. Sie bezeichnet die Paarungszeit des Haarraubwildes insgesamt, also auch beim Luchs und beim Marder. Der engere Ausdruck ersetzt den weiteren nicht; beide stehen nebeneinander, und in der Prüfung ist Ranz die sicherere Antwort.
Beim Fuchs fällt sie überwiegend auf Dezember bis Februar mit dem Schwerpunkt im Januar. Im Revier ist sie an den Spuren abzulesen: Mehrere Fuchsspuren laufen nebeneinander her, die Rüden ziehen weit und folgen den Fähen, an Kreuzungen und Erhebungen wird verstärkt markiert. Für die Bejagung ist das zugleich die Zeit der besten Bälge; besonders Rüden unternehmen während der Ranz weite, teils über das gewohnte Streifgebiet hinausführende Züge.
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