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Rauschzeit
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Schwarzwild vor
Die Paarungszeit des Schwarzwildes, in der die Bachen rauschig sind. Sie fällt meist in die Wintermonate, kann sich bei gutem Nahrungsangebot aber verschieben. Das Gegenstück bei Rot- und Damwild ist die Brunft, beim Fuchs die Rollzeit.
In der Praxis
Jagdsprachlich bezeichnet Rauschzeit die Paarungszeit des Schwarzwildes; bei Rot- und Damwild spricht man von Brunft, die Rehbrunft wird häufig Blattzeit genannt, und beim Haarraubwild heißt die Paarungszeit in der Regel Ranz. Die Hauptrauschzeit liegt gewöhnlich zwischen November und Januar, weiter gefasst zwischen Oktober und Februar. Ein starrer Kalenderzeitraum wäre falsch: Bei guter Kondition, nach Frischlingsverlust, in der Nachrausche und bei früh geschlechtsreifen Frischlingsbachen kommen Paarungen nahezu ganzjährig vor.
Die Merkregel für die Tragzeit lautet drei Monate, drei Wochen, drei Tage — das ergibt 114 Tage. Als Faustregel ist sie brauchbar; angegeben werden überwiegend 114 bis 119 Tage. Ein taggenauer Termin lässt sich daraus nicht ableiten, und genau deshalb findet man Frischlinge in fast jedem Monat des Jahres.
Innerhalb einer Rotte kann eine erfahrene Bache zur zeitlichen Bündelung der Rausche beitragen. Nach ihrem Ausfall können Sozialstruktur und zeitliche Geschlossenheit vorübergehend gestört sein; eine zwangsläufige unkontrollierte Vermehrung der Frischlingsbachen ist wissenschaftlich nicht belegt.
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