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Saufeder
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Schwarzwild, Waffen und Schießwesen vor
Ein Spieß mit breiter Klinge und einem Holzschaft, der über Kreuz mit Riemen umwickelt ist. Die Saufeder diente historisch zum Abfangen des Schwarzwildes; die Wicklung verhinderte ein zu tiefes Eindringen der Klinge. Heute hat sie vor allem traditionelle Bedeutung.
In der Praxis
Die Saufeder ist eine lange Stangenwaffe mit breiter Spitze und einem Knebel unterhalb der Klinge. Der Knebel begrenzt die Eindringtiefe und hält das wehrhafte Stück auf Abstand, damit es nicht bis an den Führenden herankommt. Die Wicklung, die viele historische Stücke am Schaft tragen, dient dem Griff und dem Schutz des Holzes — die Sperrwirkung leistet der Knebel.
Heute ist ihr tatsächlicher Einsatz selten und Erfahrenen vorbehalten; überwiegend ist sie Traditions- und Brauchtumsgegenstand. Das Abfangen mit der blanken Waffe ist in Deutschland nicht pauschal verboten, aber an das Tierschutzgesetz gebunden: Es darf nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen verursachen und setzt die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten voraus. In Österreich nimmt das bundesweite Tierschutzgesetz die Ausübung der Jagd ausdrücklich aus — maßgeblich sind dort die Landesjagdgesetze und die Weidgerechtigkeit.
Die Lage, in der es typischerweise vorkommt, ist eng umgrenzt: krankgeschossenes oder verletztes Schwarzwild bei der Nachsuche, von Hunden gestellt oder gebunden, wo ein Schuss die Hunde oder die Menschen gefährden würde. Eine normale Erlegungsart ist das Abfangen nicht, und wer es nicht beherrscht, ruft jemanden, der es beherrscht.
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