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Schaf
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Muffelwild vor
Das weibliche Stück Muffelwild. Das männliche Stück heißt Widder, der Jährling Jährlingswidder bzw. Schmalschaf, das Junge Lamm. Das Muffelwild zählt als Hornträger zum Schalenwild und damit vielerorts zum Hochwild.
In der Praxis
Muffelschafe sind gewöhnlich hornlos, können je nach Bestand aber kurze, wenig gebogene Hörner oder Hornstümpfe tragen. Große, schneckenförmige Hörner kennzeichnen dagegen den Widder, der außerdem massiger ist und häufig einen dunklen Kragen sowie den hellen Sattelfleck trägt. Schaf und Schmalschaf haben keinen Sattelfleck.
Angesprochen wird deshalb aus Hornform, Körperbau, Gesäuge und Rudelverhalten, nicht aus einem Merkmal allein. Die Altersklassen: im ersten Lebensjahr Widderlamm und Schaflamm, im zweiten Jährlingswidder — regional Schmalwidder — und Schmalschaf, danach Widder und Schaf. „Jährlingswidder beziehungsweise Schmalschaf“ ohne den Zusatz männlich und weiblich führt in die Irre.
Muffelwild gehört in Deutschland gemäß § 2 Absätze 3 und 4 des Bundesjagdgesetzes als Schalenwild mit Ausnahme des Rehwildes zum Hochwild. Für Österreich lässt sich das nicht bundesweit sagen; zahlreiche Landesgesetze kennen nur die Kategorie Schalenwild. Praktisch macht dem Muffelwild der Boden zu schaffen: Auf weichem Grund können mangelnder Schalenabrieb und Fehlwuchs auftreten, feuchte Verhältnisse begünstigen zusätzlich die Moderhinke. Im felsarmen Flachland fehlt zudem der arttypische Fluchtraum.
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