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stark
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Die weidmännische Bezeichnung für groß oder schwer, etwa beim starken Hirsch oder der starken Sau. Das Gegenteil ist gering; bezogen auf den Ernährungszustand sagt der Jäger auch, ein Stück stehe gut im Wildbret.
In der Praxis
Stark heißt groß oder schwer, und zwar je nach Zusammenhang für den Körper oder für die Trophäe: ein körperlich starker Bock, ein starkes Geweih, starke Krucken. „Ein starker Hirsch“ lässt beides anklingen — im Zweifel gehört der Bezug dazugesagt. Gemeint sein kann auch die Wildbretstärke, also Körper- beziehungsweise Wildbretgewicht; daraus folgt nichts über die Stärke der Trophäe.
Als Gegenbegriffe zu stark werden schwach und gering gebraucht; gering kann dabei je nach Zusammenhang schwach, klein oder jung bedeuten, ohne einen schlechten Gesundheitszustand vorauszusetzen. Ein geringes Stück muss also keineswegs krank sein. Schwächlich ist verständliches Deutsch, aber kein jagdsprachlicher Klassenbegriff.
Beim Schwarzwild gilt ein eigener Ausdruck: Dort heißt groß und stark klassisch grob — eine grobe Sau. „Starke Sau“ ist verbreitet und wird überall verstanden, taugt für die Jägersprache aber nicht als Musterbeispiel. Im alten Wortschatz heißt es grob.
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