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Stück
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Allgemeine Jagdkunde vor
Die allgemeine Bezeichnung für ein einzelnes Wildtier, wenn das Geschlecht nicht angegeben werden kann oder soll. Der Jäger spricht etwa von einem Stück Rotwild; auch bei Zählungen und Streckenmeldungen ist der Ausdruck üblich.
In der Praxis
Stück ist das Arbeitswort der Jägersprache. Es benennt ein einzelnes Wildtier, ohne sich auf Geschlecht oder Alter festzulegen — genau dann brauchbar, wenn beides nicht sicher erkannt ist. Beim Ansprechen ist das keine Bequemlichkeit, sondern Genauigkeit: „Ein Stück Rotwild zieht aus“ sagt, was tatsächlich gesehen wurde, während „ein Alttier“ bereits eine Behauptung enthält, die im Zwielicht oft nicht zu halten ist.
Im praktischen Gebrauch begegnet der Ausdruck überall dort, wo gezählt wird: bei der Streckenmeldung, im Abschussplan, beim Ansitzprotokoll, bei der Wildzählung. Auch die Zusammensetzung eines Rudels wird in Stücken angegeben. Vertraut ist die Fügung beim Schalenwild — ein Stück Rotwild, ein Stück Rehwild —, gebräuchlich sind ebenso Stück Wild, Stück Niederwild, Stück Raubwild oder Stück Federwild. Die Wendung „ein Stück ansprechen“ meint das Bestimmen von Wildart, Geschlecht, Alter und Zustand vor dem Schuss.
Eine Feinheit betrifft den Plural. Als Zähleinheit bleibt Stück unverändert: zehn Stück Rotwild, nicht zehn Stücke Rotwild. Als gewöhnliches Substantiv dagegen ist die reguläre Mehrzahl richtig — mehrere Stücke lagen auf der Strecke. Wer beides durcheinanderbringt, fällt in der mündlichen Prüfung schnell auf, weil die Zählform in Streckenmeldungen ständig vorkommt.
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