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stechen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild, Federwild vor
Stechen bezeichnet bei der Waldschnepfe das Wurmen mit dem Stecher, beim Dachs das Wurzeln nach Nahrung und beim Jagdhund das Herausstoßen eines Hasen aus der Sasse.
In der Praxis
Die Waldschnepfe sucht mit ihrem langen Schnabel tastend im weichen Boden nach Nahrung. Auch bei der Bekassine bezeichnen stechen und wurmen die Nahrungssuche im weichen Boden.
Im Gelände helfen Fraßbild und Trittsiegel bei der Zuordnung. Beim Dachs liegen viele einzelne, ungefähr fünf Zentimeter breite bis faustgroße Löcher nebeneinander; seine Abdrücke zeigen fünf Zehen und lange Nägel. Schwarzwild schiebt dagegen die Grasnarbe über größere Flächen ab und erzeugt Gebräch. In seiner Fährte sind neben den Schalen in der Regel auch die seitlich weiter ausgreifenden Geäfter zu erkennen. Gestüber bezeichnet meist den Kot von Hühnervögeln, beim Auerwild heißt er jedoch Losung; für solche Wühl- und Grabspuren ist der Ausdruck unzutreffend.
Sticht der Hund den Hasen aus der Sasse, gelten in der Brackensprache auftun und heben als gleichbedeutend. Die Bezeichnung des Luftkampfs der Schnepfenhähne ist spätestens 1890 belegt: Ältere Beobachter schildern den Einsatz von Schnäbeln und Zehen. Heute begegnet diese Bedeutung vor allem in jagdsprachlichen Wörterbüchern und Lexika.
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