Start › Jagdlexikon › S › Suhle
Suhle
Ein schlammiger Wassertümpel oder eine Sankuhle, in der sich Rot- und Schwarzwild wälzen, um Parasiten zu bekämpfen. Nach dem Suhlen scheuert sich das Wild an Malbäumen; Suhlen sind daher wichtige Anhaltspunkte beim Bestätigen des Wildes im Revier.
In der Praxis
Die Suhle ist ein flacher, schlammiger Tümpel, in dem sich vor allem Schwarz- und Rotwild wälzen. Der Schlamm kühlt und setzt sich im Haarkleid fest; Suhlen und anschließendes Scheuern können die Belastung durch Ektoparasiten und Insekten mindern. Beim Schwarzwild ist das Suhlen nicht nur bei Sommerhitze zu beobachten.
Für den Jäger ist die Suhle eine aufschlussreiche Stelle. Der weiche Rand nimmt Trittsiegel scharf auf, sodass sich die ungefähre Größe einzelner Stücke und die Nutzungsintensität abschätzen lassen — bei überlagerten Abdrücken allerdings nur eingeschränkt. Frische Nässe und aufgewühlter Schlamm geben witterungsabhängige Hinweise darauf, wie kurz der Besuch zurückliegt. In der Nähe finden sich häufig Malbäume und Wechsel, gegebenenfalls auch Einstände.
Weil die Stelle so viel verrät, wird sie sparsam betreten. Wer regelmäßig am Rand steht, hinterlässt Witterung und kann das Wild beunruhigen. Es genügt, sie in größeren Abständen anzusehen — und den Ansitz so zu legen, dass der Wind von ihr wegzieht.
Verwandte Begriffe
Weiter im Register: alle Begriffe mit S · Jagdlexikon von A bis Z
Jagdsignale hören und lernen – die App
Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.
Ein Angebot der NCN-NetConsulting GmbH · Facebook · Datenschutz
