Start › Jagdlexikon › S › suhlen
suhlen
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Rotwild, Schwarzwild vor
Das Wälzen von Rot-, Sika- und Schwarzwild in der Suhle. Der Schlammpanzer hilft gegen Parasiten und Insekten und dient dem Schwarzwild auch zur Abkühlung; anschließend scheuert sich das Wild am Malbaum.
In der Praxis
Suhlen ist das Wälzen im Schlamm. Regelmäßig tun das vor allem Rot-, Sika- und Schwarzwild; auch Damhirsche wälzen sich häufig in ihren Brunftkuhlen. Beim Rehwild ist es nicht gebräuchlich. Anschließend scheuert sich das Wild am Malbaum, dessen glatt gescheuerte, verschlammte Rinde die Suhle in der Nähe verrät.
Der Zweck ist nicht überall derselbe. Beim Schwarzwild stehen Abkühlung, Hautpflege und die Abwehr von Parasiten im Vordergrund. Der Brunfthirsch dagegen nässt in die Brunftsuhle und wälzt sich darin: Der Schlamm wird zum Träger seines Geruchs, und der wirkt als Signal gegenüber Tieren wie Rivalen. Eine Brunftsuhle riecht entsprechend, und man findet sie eher mit der Nase als mit dem Auge.
Für das Revier sind Suhlen deshalb doppelt aufschlussreich: Sie zeigen, welche Arten da sind, und im September, wo sich das Brunftgeschehen abspielt. Beides ist eine Auskunft, mit der sich der Ansitz planen lässt — und ein Grund, dort außerhalb des Ansitzes nicht ohne Not herumzugehen.
Verwandte Begriffe
Weiter im Register: alle Begriffe mit S · Jagdlexikon von A bis Z
Jagdsignale hören und lernen – die App
Alle Jagdhornsignale und Tierstimmen lassen sich in der App anhören – dazu Prüfungstrainer, Favoriten und Offline-Nutzung im Revier.
Ein Angebot der NCN-NetConsulting GmbH · Facebook · Datenschutz
