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Malbaum
Ein Baum, an dem sich Schwarz- und Rotwild nach dem Suhlen reiben, um Parasiten loszuwerden. Malbäume sind an Schlammspuren und Haaren zu erkennen; die Höhe der Malspuren gibt Hinweise auf die Stärke der Stücke.
In der Praxis
Ein Malbaum ist ein Baum, an dem sich Wild scheuert, häufig nach dem Suhlen. Erkennbar ist er an blank geriebener Rinde, angetrocknetem Schlamm und daran hängenden Haaren oder Borsten; auch Nadelbäume werden als Malbäume genutzt, wobei Harz am Haarkleid haften kann.
Ablesen lässt sich einiges, mit Vorbehalt. Die Höhe der Malspuren gibt einen groben Hinweis auf Körperhöhe und Wildart — Rotwild hinterlässt typischerweise auch höher liegende Spuren als Schwarzwild —, doch Gelände, Haltung des Stückes und mehrere Nutzer verwischen das Bild. Farbe und Beschaffenheit anhaftender Haare helfen bei der Artzuordnung; die Frische des Schlamms gibt einen witterungsabhängigen Anhalt. Zusammen mit Wechseln und einer gegebenenfalls nahen Suhle ergibt sich ein Bild, ohne dass man Wild gesehen haben muss.
Forstlich sind Malbäume nicht gern gesehen, weil die Rinde verletzt wird und Pilze eindringen können. Jagdlich sind sie wertvoll und können bei forstlichen Arbeiten bewusst erhalten werden.
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