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Urhahn
Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Federwild vor
Eine andere Bezeichnung für den Auerhahn, den Hahn des größten europäischen Hühnervogels. Seine Balzarie aus Knappen, Triller, Hauptschlag und Schleifen gehört zum klassischen Prüfungswissen; die Bejagung ruht heute vielerorts oder ist untersagt.
In der Praxis
Urhahn ist ein anderer Name für den Auerhahn, den Hahn der größten europäischen Hühnervogelart. Seine Balzarie gehört zum klassischen Prüfungswissen, und sie folgt einer festen Reihenfolge: Knappen, auch Glöckeln genannt, dann Triller, dann der Hauptschlag, dann das Schleifen oder Wetzen.
Das Ganze — jägersprachlich das Gsetzl — dauert etwa sechs Sekunden, davon entfallen rund drei auf das Schleifen. In dieser kurzen Zeit ist der Hahn ganz auf die Balz konzentriert und reagiert erkennbar vermindert auf seine Umgebung; darauf gründete sich das Anspringen, bei dem der Jäger sich nur während des Schleifens in wenigen Sprüngen näherte und dazwischen reglos stand. Dass er dabei völlig taub sei, ist verbreitete Jagdkunde — untersucht ist sein Hören während des Schleifens offenbar nicht.
Heute ist die Bejagung vielerorts Geschichte: In Deutschland ist für Auerwild keine Jagdzeit festgesetzt, in Österreich regeln es die Länder mit eng begrenzten Ausnahmen. Das Wissen um die Balzarie bleibt dennoch Prüfungsstoff — und es erleichtert das Ansprechen eines balzenden Hahns erheblich.
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