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Viole

Prüfungsstoff kommt im Jungjägerkurs u. a. bei Raubwild vor

Stark riechendes Duftmarkierungsorgan auf der Oberseite der Lunte nahe der Luntenwurzel bei Fuchsrüde und Fähe; auch Nelke genannt. Das Sekret erinnert an Veilchenduft und dient der Markierung.

In der Praxis

Der Fuchs trägt auf der Oberseite seiner Lunte ein Drüsenfeld, das man eher riecht als sieht. Es sitzt nicht am Weidloch, sondern nahe der Luntenwurzel im körpernahen ersten Drittel, und ist häufig an abweichend, meist dunkler gefärbten Haaren zu erkennen. Jagdsprachlich heißt es Viole oder Nelke, anatomisch supracaudales Drüsenfeld.

Der Geruch, der ihm den Namen gab, erinnert entfernt an Veilchen; die meisten Nasen nehmen ihn eher als streng wahr. Beide Geschlechter haben die Drüse. Ihr Sekret dient wahrscheinlich der chemischen Verständigung, und eine Rolle während der Ranz liegt nahe — abschließend geklärt ist die biologische Bedeutung nicht.

Beim Abbalgen wird die Viole nicht herausgeschnitten. Das Drüsenfeld gehört zur Haut und bleibt am Balg; ein Herausschneiden beschädigt ihn an sichtbarer Stelle. Entfernt wird nur anhängendes Gewebe auf der Fleischseite. Entsprechende Drüsen haben übrigens auch andere Hundeartige, der Haushund eingeschlossen.

Verwandte Begriffe

Lunte stark

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